Rätselhafte Todesfälle bei den Erdmännchen im Krefelder Zoo

Trauer im Krefelder Zoo : Rätselhafte Todesfälle bei den Erdmännchen

Der Zoo freut sich über Nachwuchs bei den Erdmännchen. Die Nachricht hat jedoch einen faden Beigeschmack. Denn kurz zuvor verstarben die ersten Jungen des neuen Zucht-Paares Amari und Kimya.

Fünf junge, gesunde Erdmännchen sorgen derzeit für Leben in der Erdmännchen-Lodge des Krefelder Zoos. Der Nachwuchs kam Mitte Februar zur Welt und entwickelt sich nach derzeitigem Stand prächtig. Die gute Nachricht hat jedoch einen faden Beigeschmack. Denn kurz zuvor verstarben die ersten Jungen des neuen Zucht-Paares Amari und Kimya. Ihr Tod kam unerwartet. Die Ursache steht noch nicht fest.

Kaum in Krefeld angekommen, hatte der neue Chef der Erdmännchen, der dreijährige Kimya, für Nachwuchs gesorgt. Mitte November war es dann soweit. „Uns hat es überrascht, dass er sich als Partnerin kein erfahrenes Weibchen, sondern die noch sehr junge Amari ausgesucht hat“, sagt Zoo-Sprecherin Petra Schwinn. Die in diesem Monat einjährige Amari ist die Tochter von Erdmann Toni, der im Sommer spurlos verschwand und damit bundesweit für Schlagzeilen sorgte (wir berichteten). Bis heute ist unklar, was Toni zugestoßen ist.

Seine Tochter brachte trotz ihres jugendlichen Alters im vergangenen November zwei gesunde Jungtiere zur Welt. Sowohl Gewicht als auch Größe der Babys entsprachen  der Norm. „Es kann durchaus vorkommen, dass der erste Wurf Jungtiere nicht  überlebensfähig ist. Aber bei den beiden war alles in Ordnung. Sie haben sich großartig entwickelt“, berichtet Petra Schwinn.

Umso größer war der Schock, als die Tierpfleger feststellten, dass ein Jungtier Lähmungserscheinungen zeigte. Nur wenig später war auch das andere Jungtier betroffen. Trotz intensiver ärztlicher Betreuung verschlechterte sich der Zustand der zwei. Diesen Mittwoch dann verkündete der Zoo, dass beide Jungtiere verstorben seien. „Der Auslöser ist noch nicht gefunden. Wir stehen mit Tiermedizinern der Universität Gießen und weiteren Laboren in Kontakt und suchen gemeinsam nach der Ursache“, meldete der Zoo auf seiner Facebook-Seite.

Unklar ist damit aber auch, ob die fünf Jungtiere, die im Februar geboren wurden, überleben werden. Solange der Grund für die Lähmungserscheinungen der verstorbenen Tiere nicht gefunden ist, wagen die Zoo-Mitarbeiter keine Prognose. Immerhin könnte es sein, dass auch die Fünflinge von, was auch immer, angesteckt werden.

Bislang jedoch geht es den Kleinen gut. Der Nachwuchs bekommt vielfältiges Futter und eine Extra-Portion Vitamine, um das Immunsystem zu stärken. Und obwohl es sich um einen großen Wurf handelt, hat Mutter Amari genügend Milch für ihre Babys. Besucher finden die niedlichen Mangusten wegen des ungemütlichen Wetters meist im Innengehege der Lodge.

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