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Krefeld: Zoos, Vereine und Personen haben nach Brand Unterstützung angekündigt

Andere Zoos und Vereine : Wer dem Krefelder Zoo nach dem Feuer-Drama helfen will

Nach dem Brand in der Silvesternacht erlebt der Krefelder Zoo eine Welle der Hilfsbereitschaft. Der Rostocker Zoo möchte etwa mit seiner Orang-Utan-Zucht helfen, aber auch Vereine starten Spendenaktionen.

Die Spendenbereitschaft sei enorm, sagt Friedrich Berlemann, der sich als Vorsitzender der Zoofreunde Krefeld für die Tiere einsetzt. Das sei bereits in der Nacht losgegangen. Oberbürgermeister Frank Meyer, der noch in der Nacht an die Unglücksstelle gefahren war, spricht von einer „Tragödie für die ganze Stadt“. Die große Welle der Hilfsbereitschaft dagegen beeindruckt. Zoomitarbeiter, die keinen Dienst hatten, Helfer vom Deutschen Roten Kreuz und der Stadtreinigung (GSAk) seien unaufgefordert gekommen, viele Zoos aus Deutschland und viele Privatleute haben Hilfe angeboten. Eine Übersicht.

  • Zoo Rostock - Nach dem verheerenden Brand hat der Rostocker Zoo seine Hilfe angeboten. „Wir werden schauen, inwieweit wir im Rahmen unserer Nachzucht mit Tieren, zum Beispiel Orang-Utans, helfen können“, sagte Zoodirektor Udo Nagel der „Ostsee-Zeitung“ (Freitag). Rostocks Zookuratorin Antje Angeli sagte im Gespräch mit NDR 1 Radio MV, man könne bei der Planung für einen Neuanfang helfen. Beide Zoos hätten bereits jetzt eine enge Zusammenarbeit. „Und hier im Zoo leben zwei Gorillas, die von Gorillas abstammen, die im Zoo in Krefeld gelebt haben.“
  • Zoo Duisburg - Noch in der Brandnacht hat der Zoo in Duisburg den Krefeldern volle Unterstützung zugesichert. „Unsere Gedanken sind bei den Kollegen in Krefeld, die wir zum Großteil persönlich kennen und denen wir für die anstehenden Aufgaben viel Kraft wünschen“, sagte Zoosprecher Christian Schreiner.
  • Zoo Wuppertal - Noch in der Nacht hat die Tierärztin des Wuppertalers Zoos Lisa Grund Hilfe angeboten. „Wir haben unsere Unterstützung angeboten. Material, Leute, Tierärzte – wir geben, was gebraucht wird“, sagte sie der Westdeutschen Zeitung.
  • Zoo Fördervereine - Rund 110.000 Mitglieder zählen die mehr als 60 Zoo-Fördervereine in Deutschland. „Zum Beispiel hat sich Bruno Hensel vom Zoo-Verein Wuppertal gemeldet und Unterstützung angekündigt“, sagt Berlemann.
  • Vorschlag aus Düsseldorf - Die Oberbürgermeister-Kandidatin der FDP, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, möchte, dass Düsseldorf den Krefelder Zoo nach dem verheerenden Feuer im Affenhaus finanziell unterstützt. Sie will den Partnern im Ampel-Bündnis mit SPD und Grünen vorschlagen, dass Düsseldorf 50.000 Euro an den Zoo in der Nachbarstadt spendet. Der Krefelder Zoo gehöre genau wie die Anlagen in Duisburg oder Wuppertal für viele Düsseldorfer Familien zu den liebsten Ausflugszielen, auch sie selbst sei mit ihren Kindern oft dort gewesen.
  • Krefeld Pinguine - Der Eishockey-Verein hat eine eigene Spendenaktion gestartet. Von jedem Ticket das am Freitag für die Partie gegen die Schwenninger Wild Wings an der Tageskasse verkauft wird, wird ein Euro an den Krefelder Zoo gespenden, um einen Beitrag zum Wiederaufbau zu leisten, heißt es. Zusätzlich werden Spendendosen in der YAYLA Arena aufgestellt. Bereits im Vorfeld des Spieltags (ab 16.30 Uhr) unterstützt auch der Fantreff & Bikertreff Krefeld direkt an der YAYLA Arena durch den Verkauf von Glühwein, Kaffee, heißem Kakao und Pfannkuchen. Diese Einnahmen fließen ebenfalls an den Krefelder Zoo.
  • KFC Uerdingen - Auch der KFC Uerdingen will helfen. Dazu werden derzeit einige Aktionen zum ersten Spiel des Jahres gegen Bayern München II am 26. Januar geplant. Weitere Aktionen wollen sie zunächst nach Absprachen zwischen den Verantwortlichen planen.
  • Kulturfabrik Krefeld - Auch die Krefelder Kulturfabrik hat Unterstützung angeboten und Kontakt zu dem Zoo aufgenommen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Der Tag nach dem Affenhaus-Brand von Krefeld

(th/arl/dpa/ubg/ped)