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Krefeld: Schneeleopardin Juma ist jetzt in Finnland

Krefelder Zoo : Schneeleopardin Juma lebt in Finnland

Die in Krefeld geborene Schneeleopardin ist nach Finnland gezogen.

Schneeleopardin Juma hat sich gut in ihrer neuen Heimat eingelebt. Viele Besucher haben die elegante Großkatze im Zoo Krefeld erlebt. Dort tollte sie als junges Kätzchen mit ihren Geschwistern Nurek und Sardari durchs Gehege, erschreckte so machen durch einen Sprung an die Glasscheibe oder lag majestätisch auf einem Baumstamm in der Sonne.

Nun ist Juma umgezogen und lebt ab sofort im finnischen Zoo Ähtäri. Der Umzug der zweieinhalbjährigen Leopardin war überfällig, da sich Mutter und Tochter nicht mehr verstanden und schon ungewohnt lange zusammen waren. Denn in freier Wildbahn gehen Jungtiere ab einem Alter von 15 bis 18 Monaten eigene Wege. Mit viel Geduld gewöhnten die Tierpfleger ihren Schützling an die Transportkiste, so dass die Katze entspannt ihre lange Reise antrat.

In ihrer natürlichen Heimat in den Staaten rund um den Himalaya sind Schneeleoparden in ihrem Bestand bedroht. Für zahlreiche so hoch gefährdete Tierarten arbeiten Zoos europaweit, manchmal sogar weltweit, in Zuchtprogrammen zusammen. Länderübergreifend werden durch gezielte Zusammenstellung von nicht verwandten Tieren stabile Populationen bedrohter Tiere in Menschenhand gezüchtet.

Juma und ihre Geschwister kamen im April 2017 zur Welt. Ihre Geburt war kein Zufall, sondern durch Biologen im Zoo Helsinki von langer Hand geplant. Die Zuchtprogramme sollen Inzucht vermeiden und sicherstellen, dass Nachwuchstiere im Erwachsenenalter in einem anderen Zoo unterkommen. Im Fall der Schneeleoparden koordiniert der Zoo Helsinki das Zuchtbuch. Von dort werden die Empfehlungen für Umzüge und Freigaben zur Zucht gegeben. Nur wenn es grünes Licht gibt, darf das Krefelder Schneeleopardenpaar Patan und Dari sich fortpflanzen.

In diesem Fall kamen gleich drei Jungtiere zur Welt. Jumas Geschwister Nurek und Sardari sind inzwischen nach Polen und in die italienische Schweiz vermittelt worden. Auch ihr Nachwuchs wird vom Zuchtprogramm koordiniert werden.

Zoosprecherin Petra Schwinn erklärt: „Wilderei, Klimaveränderung und Lebensraumverlust haben die Bestände der Schneeleoparden in freier Wildbahn stark zurückgehen lassen. Die große Herausforderung für erfolgreiche Schutzmaßnahmen ist es, die Regierungen dieser Staaten zu einer grenzübergreifenden Zusammenarbeit zu bewegen. Dafür engagieren sich zahlreiche Naturschutzorganisationen.“ Der Zoo Krefeld unterstützt zwei davon mit Spenden. Ziel ist es, die Freilandpopulation zu stabilisieren. Denn erst wenn das Überleben der Tiere im Freiland sichergestellt ist, kann eine nachhaltige Auswilderung von Zootieren erfolgen.

www.snowleopard.org.