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Krefeld: Nach dem Brand im Affenhaus ist die Zoobrücke wieder offen

Nach der Katastrophe : Zoobrücke nach dem Brand im Affenhaus wieder geöffnet

Der Verbindungsweg zwischen Vaders- und Violstraße war nach dem Großbrand erneut gesperrt worden. Im Zoo haben die Aufräumarbeiten begonnen.

Gut zwei Wochen nach dem Feuerinferno im Affenhaus des Krefelder Zoos ist der Verbindungsweg samt Zoobrücke wieder geöffnet. Der Weg, der am Grotenburgstadion vorbei führt, wird nicht nur von Spaziergängern und Hundebesitzern genutzt, sondern ist auch eine beliebte Strecke für Radfahrer und Schulkinder, die ansonsten die Geh- oder Radwege an einer der beiden parallel verlaufenden Hauptstraßen, Berliner- oder Uerdinger Straße, nutzen müssten.

Von der Zoobrücke aus ist ein Blick Richtung Gorilla-Garten derzeit nur eingeschränkt möglich. Ein Metallzaun mit einem grünen Sichtschutz verwehrt die Sicht auf das vom Feuer betroffene Gelände. In der Silvesternacht war das Affentropenhaus bei einem Großbrand komplett ausgebrannt. Über 50 Tiere wurden Opfer der Flammen, darunter auch acht Menschenaffen.

Der Zoo öffnete erstmals zwei Tage nach der Tragödie. Den betroffenen Bereich sperrte das Zoo-Team großräumig ab, so dass bereits an der Zoobrücke Schluss war. Inzwischen wurde der Bauzaun in Höhe des Spielplatzes aufgestellt. Es ist wieder möglich, Karussell und Klettergerüst zu nutzen, den Kiosk anzusteuern oder die Riesenschildkröten in ihrem Warmhaus zu beobachten.

Hinter dem Bauzaun haben aktuell die Aufräumarbeiten begonnen. So musste die Feuerwehr bei dem Kampf gegen das Feuer massiv Löschwasser einsetzen, um die Flammen unter Kontrolle zu bekommen. Dieses Wasser muss nun fachgerecht abgeführt werden. Von dem Affenhaus ist nur noch ein Stahlgerippe vorhanden, das noch abgerissen wird. Mehrere Bauschuttcontainer auf einem abgetrennten Bereich des Grotenburgparkplatzes, an der Rückseite des Gorilla-Gartens, lassen erahnen, wie viel Arbeit nun erledigt werden muss.

Der an die Brandstelle angrenzende Gorilla-Garten, in dem Silberrücken Kidogo und seine Familie leben, ist auch weiterhin für Zoobesucher nicht erreichbar. In einem freien Gehege dieser Anlage sind zurzeit noch die Schimpansen „Bally“ und „Limbo“ untergebracht, die beim Großbrand zwar verletzt wurden, wie durch ein Wunder jedoch überlebten. Mutter und Sohn geht es nach Angaben des Zoos gut.

Weiterhin und bis auf unbestimmte Zeit gesperrt bleibt laut Aussage der Stadt der Verbindungsweg zwischen Berliner Straße und Zoobrücke, der direkt am ehemaligen Affentropenhaus vorbei führt.

Die Zoobrücke war wie berichtet erst wenige Tage vor dem Großbrand wieder geöffnet worden, nachdem sie zuvor monatelang gesperrt worden war, unter anderem weil Graureiher in einem erkrankten Baum brüteten. Große Äste dieses Baumes drohten auf die Brücke zu fallen.