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Krefeld: Benefiz-Turnier von KFC, Pinguinen, CHTC und HSG für Zoo

Gemeinsame Aktion von vier Vereinen : Benefiz-Turnier der Topvereine für den Krefelder Zoo

HSG Krefeld, Krefeld Pinguine, KFC Uerdingen und Crefelder HTC laden für Samstag zu einem Benefiz-Fußballturnier für den Zoo ein.

Mit einem großen Benefizevent unter dem Titel „Vier für Krefeld“ wollen die vier großen Krefelder Sportteams Krefeld Pinguine, KFC Uerdingen, HSG Krefeld und Crefelder HTC den Zoo unterstützen. Am Dienstag haben Clubvertreter, Verantwortliche der Stadt Krefeld und Friedrich Berlemann als Vertreter der Zoofreunde das Event in einer Pressekonferenz vorgestellt. Im Vordergrund des Fußballturniers in der Glockenspitzhalle steht weniger der Sport, als das Event  und das Sammeln von Spenden. „Wir stehen alle mitten im Meisterschaftsbetrieb und das Letzte, was passieren soll, ist eine Verletzung. Darum wird es sportlich ein Spaß-Fußballturnier sein. Rahmen, Show und guter Zweck stehen im Vordergrund“, sagt HSG-Geschäftsführer und Ideengeber André Schicks.

Für Fans des Handball-Zweitligisten bringt der Abend sogar noch eine weitere Besonderheit. Denn wenn um 18 Uhr die Türen der Glockenspitzhalle geöffnet werden, beginnt der Abend zunächst mit einem Public Viewing des Spiels Deutschland-Spanien bei der Handball-Europameisterschaft. Spielbeginn ist  um 18.15 Uhr. Unmittelbar danach, gegen 19.30 Uhr, soll das Turnier mit den zelebrierten Einläufen der Teams beginnen.

„Ich bin begeistert von der Aktion. Insgesamt ist ein unglaubliches Gemeinschaftsgefühl in Krefeld spürbar. Wir sind dankbar für die Initiative der großen Vereine, die hier einen tollen Weg gefunden haben, sich einzubringen und uns zu unterstützen“, sagt Friedrich Berlemann aus dem Vorstand der Zoofreunde.

Schicks hatte am Neujahrsmorgen im Urlaub von der Zoo-Tragödie erfahren und sogleich den Gedanken, zu helfen. „Ich habe dann mit Hans-Werner Sartory vom CHTC telefoniert und wir waren uns einig, zusammen etwas zu machen. Dann sind wir auf Pinguine und KFC zugegangen und auch hier war sofort Hilfsbereitschaft da. Auch bei der Stadt standen alle Türen weit offen“, erzählt er. Oberbürgermeister Frank Meyer übernahm die Schirmherrschaft und Oliver Klostermann, Fachbereichsleiter Sport- und Sportförderung, stellte sich als Schiedsrichter zur Verfügung. „Ich wollte mich auch persönlich beteiligen und als Hobby-Schiedsrichter stand der Weg schnell fest. Die Halle zur Verfügung zu stellen stand ohnehin außer Frage“, erzählt er.

Ob zusätzlich zu den Spielen auch noch ein musikalisches Rahmenprogramm geboten wird, steht noch nicht fest. „Wir sind hier in Gesprächen und arbeiten insgesamt mit heißer Nadel. Es ist sehr kurzfristig für so ein großes Event. Aber wir wollten es jetzt machen. In einem  halben Jahr wäre das Interesse vermutlich viel geringer“, sagt Schicks.

Die Clubs werden übrigens nicht gegeneinander spielen. Vielmehr werden alle Spieler in einen Topf geworfen und vermutlich am Freitag vier Teams ausgelost. „Wir wollen damit auch die Verbundenheit der Vereine demonstrieren. Und dass wir mit-, nicht gegeneinander arbeiten“, sagt Schicks. Wer von Fußball-Drittligist KFC vor Ort sein wird, steht noch nicht fest. „Wir fliegen am nächsten Morgen ins Trainingslager. Die Spieler der ersten Mannschaft sollen daher den Abend mit ihren Familien haben. Für sie werden wir das Erscheinen freiwillig machen. Es haben aber einige Legenden signalisiert, dass sie dabei sind“, sagt KFC-Sprecher André  Schahidi.

Angekündigt hat sich auch der langjährige KFC- bzw. Bayer Uerdingen-Spieler und Trainer Friedhelm Funkel. Der aktuelle Coach von Bundesligist Fortuna Düsseldorf landet am Nachmittag mit seinem Team auf dem Rückweg vom Trainingslager und kündigte an, sich gleich vom Flughafen in die Glockenspitzhalle aufzumachen. „Auch das zeigt, wie sehr Krefeld in diesem Thema zusammensteht. Es freut uns sehr, dass es dieses Event geben wird und die Unterstützung so groß ist“, befindet Klostermann.

Neben den  Eintrittsgeldern und den Einkünften für das Catering werden auch die eigens angefertigten Trikots nach dem Event verkauft und es stehen Spendenboxen in der Halle. Alle Erlöse der Veranstaltung gehen zu 100 Prozent an den Zoo. „Wir hoffen, dass wir eine namhafte  Summe erreichen und helfen können“, sagt Schicks.