Nach Affenhaus-Brand Tierrechtler kritisieren Entscheidung des Krefelder Zoos

Krefeld · Mit der Entscheidung, die Schimpansen Bally und Limbo in Krefeld zu belassen, werde eine „Qualhaltung“ verlängert, heißt es. Insbesondere der knapp 43 Quadratmeter große Innenraum für die Affen entspreche nicht den Vorgaben.

 Der Innenraum, in dem Bally und Limbo untergebracht sind, ist 42,5 Quadratmeter groß; für die Haltung von Schimpansen seien mindestens 400 Quadratmeter erforderlich, so Tierrechtler.

Der Innenraum, in dem Bally und Limbo untergebracht sind, ist 42,5 Quadratmeter groß; für die Haltung von Schimpansen seien mindestens 400 Quadratmeter erforderlich, so Tierrechtler.

Foto: Vera Gorissen / Zoo Krefeld

Die Entscheidung des Krefelder Zoos, die beiden Schimpansen Bally und Limbo in Krefeld zu behalten, ist auf scharfe Kritik des „Great Ape Projects“ gestoßen. In einer Erklärung der Initiative ist von „fortgesetzter Qualhaltung“ die Rede. Insbesondere der Innenraum, in dem die beiden Tiere untergekommen sind, stößt auf Kritik. Der Raum sei  bis auf ein kleines Seitenfenster jenseits eines Versorgungsganges und zwei intransparente Milchglasoberlichter fensterlos, heißt es; „anstatt der für die Haltung von Schimpansen in Zoos vorgeschriebenen Mindestgrundfläche von 400 Quadratmeter stehen ihnen gerade einmal 42,5 Quadratmeter zur Verfügung, einschließlich zweier je 7,5 Quadratmeter messenden Schlafboxen“. Kritisiert wird zudem, dass es kein Außengehege für Bally und Limbo gibt. Auch für den Fall, dass der Zoo, wie angekündigt, ein provisorisches Außengehege baut, verblieben die Schimpansen auf unabsehbare Zeit auf viel zu beengtem Raum in tierschutzwidriger, sprich: tierquälerischer Isolationshaltung, so das Great Ape Project weiter.