Krefeld: Zoo glänzt mit spektakulären Projekten und sehr guten Zahlen

Krefeld: Zoo glänzt mit spektakulären Projekten und sehr guten Zahlen

Das spektakulärste Projekt, das im Jubiläumsjahr des Zoos realisiert wird, ist eine Pelikan-Lagune, die einen Außenbereich und eine 70 Quadratmeter umfassende Stallanlage für die Vögel vereint. So wird ihnen der jährliche Umzug ins Winterquartier erspart. Zugleich soll ein Konflikt im Tierreich entschärft werden: Die Fütterung der Pelikane wird im Stallgebäude erfolgen (das die Vögel schwimmend erreichen können) - so sollen Reiher keine Chance mehr haben, den Pelikanen ihr Futter wegzufressen. Die Pläne wurden gestern von Zoodirektor Wolfgang Dreßen als Teil des Jubiläumsprogramms für 2018 vorgestellt.

Der Zoo begeht in diesem Jahr sein 80-jähriges Bestehen - und er blickt auf eine Erfolgsgeschichte im vergangenen Jahrzehnt mit Investitionen über rund zwölf Millionen Euro zurück. Die Besucherzahlen weisen Steigerungsgraten auf, die vor ein paar Jahren niemand für möglich gehalten hat. 2017 stieg die Zahl der verkauften Jahreskarten um 32 Prozent (auf 16.374) und die der Tageskarten um 19 Prozent (auf 333.841). "Diese Zuwachsraten sind fantastisch; kein anderer Zoo in NRW kann sie vorweisen", sagt Dreßen. Weiter Bauprojekte für 2018: Die verwaiste Fischotteranlage wird ebenso saniert wie die Tigeranlage - beide Gehege sollen noch in diesem Jahr neu besetzt werden. Vor der Wiedereröffnung steht das kernsanierte Vogeltropenhaus - es präsentiert sich dann mit neuen Pflanzen und Vögeln. Weiter vorangetrieben wird die Planung für eine an das Affenhaus anschließende Gartenanlage für die Schimpansen - der erste Spatenstich soll 2020 erfolgen.

Da der Besucherandrang an Spitzentagen enorm ist, wird ein drittes Kassenhäuschen installiert, das zum Saisonstart vor Ostern fertig wird. Tages- und Jahreskartenverkauf können dann getrennt abgewickelt werden; unterm Strich wird für die Besucher alles schneller gehen, auch weil Jahreskarten-Inhaber per Scan den Zoo betreten können. Hochzufrieden zeigte sich auch Friedrich Berlemann als Vorsitzender der Zoofreunde mit nun fast 3000 Mitgliedern: "Bis Oktober haben wir 160.000 Lose der Zoolotterie verkauft", resümiert er - der Erlös dient der Finanzierung der Pelikananlage. Zudem verzeichnen die Zoofreunde 675 Tierpatenschaften, macht rund 66.000 Euro - auch dies eine wichtige Finanzquelle für Investitionen. Mit der GSAK zusammen werden die Zoofreunde in diesem Jahr Doggy-Bags im Zoo installieren - mit Blick auf die rund 20.000 Besucher, die mit Hund den Zoo besuchen. Neu ist auch ein mobiles Röntgengerät - eine zur gesundheitlichen Überwachung der Tiere wichtige 30.000-Euro-Anschaffung.

Ein reichhaltiges, gut angenommenes Vortragsprogramm rundet das Jubiläumsjahr ab - "ich denke," sagt Berlemann, "es wird ein tolles Jahr."

(RP)