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Krefeld: Zeltstadt für Flüchtlinge: Bürger fordern Sicherheitsdienst

Krefeld : Zeltstadt für Flüchtlinge: Bürger fordern Sicherheitsdienst

Anwohner am Kempener Allee sind wegen der Planung in Sorge.

Der Bürgerverein Kempener Feld hat sich anlässlich der geplanten Zeltstadt für Flüchtlinge auf dem Kasernengelände Kempener Allee in einem Offenen Brief an Oberbürgermeister Gregor Kathstede (CDU), Rat und Bezirksvertretungen gewandt. 700 Flüchtlinge sollen im Krefelder Nordwesten untergebracht werden (wir berichteten). Zu konkreten Planungen hat die Bezirksregierung bisher keine Angaben gemacht.

Ludwig Schiffmann, Vorsitzender des Bürgervereins Kempener Feld, fordert nun die Verwaltung auf, eine Bewachung der Zeltstadt durch einen Sicherheitsdienst zu garantieren. Oberbürgermeister Kathstede und die Verantwortlichen sollten das erforderliche Betreuungs- und Sicherheitspersonal in qualifiziertem und ausreichendem Maße bereithalten. "Skandale, Übergriffe und Ausschreitungen wie in anderen Landeslagern müssen verhindert werden", schreibt der Bürgervereinsvorsitzende. Er schreibt auch von der Sorge einer "Überfremdung" unter Anwohnern. Entscheidend werde sein, "welche täglichen Auswirkungen mit der Zeltstadt auf die unmittelbar angrenzenden Wohnquartiere des Kempener Feldes zukommen werden".

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"Die Dimension der geplanten Zeltstadt sprengt bei Weitem den Wohnbereich des Kempener Feldes und damit auch unseres kleinen Bürgervereins", schreibt Schiffmann weiter, der einräumt, dass man auf die Nachricht der Gründung einer Zeltstadt nicht gerade erfreut reagiert habe. Schiffmann erwähnt aber auch die Vorteile, die Krefeld durch Gründung der Zeltstadt habe. Die belegten und gesperrten Turnhallen würden wieder frei, auch würden die Asylbewerber auf das vorhandene Krefelder Kontingent angerechnet, weshalb die Zuweisungen an Krefeld nach Gründung der Zeltstadt geringer ausfallen könnten. "Sicherlich helfen diese gesamtstädtischen Aspekte, dass betroffenen Bürgern im Kempener Feld eine solche Zeltstadt akzeptieren." Er fordert, dass die Bürger schnellstmöglich über die weiteren Details informiert werden. "Zur Verbesserung der Akzeptanz sollte der Termin als Information der Anwohner und aller Bürger mit einem kurzen Rundgang durch das Gelände vor Ort verbunden werden." Als Versammlungsort schlägt Schiffmann die Turnhalle auf dem Kasernengelände vor. Auch die anderen Bürgervereine der umliegenden Stadtteile sowie die Kirchengemeinden sollten mit ins Boot geholt werden.

(sep)