Zahl der Genehmigungen für neue Wohnungen in Krefeld gestiegen

Gegen den Trend : Zahl der Genehmigungen für neue Wohnungen gestiegen

Gegen den Trend im Land und im Regierungsbezirk Düsseldorf steigt die Zahl der Baugenehmigungen.

(sti) Krefeld reagiert offenbar mit Verspätung auf den Bauboom im Umland. Während die Zahl der genehmigten Gebäude und die der Wohnungen sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch im Regierungsbezirk Düsseldorf rückläufig sind, verzeichnet Krefeld deutliche Zuwächse. Die Zahl der genehmigten Wohnungen stieg in Krefeld in den ersten neun Monaten dieses Jahres  um mehr als 50 Prozent von 141 auf 212. Das teilte das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) am gestrigen Mittwoch mit.

Die Zahl der Wohnungen in den 14 genehmigten Mehrfamilienhäusern – im Vorjahreszeitraum waren es zwölf – beträgt 155. Das ist ein Zuwachs von 72,2 Prozent zu den 90 Wohnungen aus dem Zeitraum Januar bis September 2018. In der Seidenstadt wurde ferner der Bau von 49 Einfamilienhäusern und vier Zweifamilienhäusern genehmigt. 16 Wohnungen können durch Um- und Ausbauten entstehen.

In den ersten neun Monaten 2019 wurden von den nordrhein-westfälischen Bauämtern insgesamt 40.427 Wohnungen zum Bau freigegeben. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 1,8 Prozent weniger Baugenehmigungen als ein Jahr zuvor (Januar bis September 2018: 41.173 Wohnungen). 35.160 Wohnungen (−2,5 Prozent) sollten in neuen Wohngebäuden und 4687 (+0,1 Prozent) durch Baumaßnahmen an bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden entstehen. In
neuen Nichtwohngebäuden (gemischt genutzte Gebäude, die überwiegend nicht Wohnzwecken dienen) waren weitere 580 (+34,9 Prozent) Wohnungen geplant. Der Abnahme der Wohnungsbaugenehmigungen betraf alle Wohngebäude: Die Zahl der Wohngebäude mit einer Wohnung verringerte sich um 3,5 Prozent auf 9908. Mit 1324 wurden 1,1 Prozent weniger Wohngebäude mit zwei Wohnungen gebaut. Die Zahl der Wohngebäude mit drei oder mehr Wohnungen war mit 2207 um 5,4 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Mehr als ein Drittel (34,0 Prozent) der Bauanträge wurden in den ersten neun Monaten des Jahres in den kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens und 66,0 Prozent in den Kreisen des Landes genehmigt.