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Wohnungen: Krefeld tritt seit zehn Jahren auf der Stelle

Auswertung des Statistikamtes : Wohnungsbestand – Krefeld tritt seit zehn Jahren auf der Stelle

Mit gut 120.000 Wohnungen im gesamten Stadtgebiet hat der Bestand seit 2010 kaum zugenommen. Dabei hat die Stadt in nur drei Jahren bis 2020 für gut 3500 Neubauwohnungen sorgen wollen.

Die Politik und die Verwaltung in Krefeld haben vor  drei Jahren engagiert gestritten, wie viele neue Wohnungen Krefeld bis ins Jahr 2020 benötigt. Die NRW.Bank sprach von 7000, der damalige Planungsdezernent Martin Linne von 3350 bis 3700. Den einen war’s zuviel, den anderen zu wenig. Im Wettbewerb um Neubürger hat Krefeld seitdem kräftig an Boden verloren. Lag der Wohnungsbestand in der Seidenstadt vor zehn Jahren bei 119.120, waren es  im Jahr 2019 genau 120.399. Das ist ein Plus von 1299 Wohnungen. Das entspricht eine Zunahme um 1,1 Prozent. Damit bleibt Krefeld hinter der Entwicklung in Nordrhein-Westfalen (plus vier Prozent) und im Regierungsbezirk Düsseldorf (plus 3,1 Prozent) zurück. Zum Vergleich: Mönchengladbach hat im selben Zeitraum seinen Wohnungsbestand um 4876 Einheiten aufgestockt. In den Kreisen Kleve (plus 9000 Wohnungen), Mettmann (plus 7000) und Neuss (plus 10.000) waren es noch mehr. Das teilte das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) am Mittwoch mit.

Ende 2019 gab es in Nordrhein-Westfalen 9,06 Millionen Wohnungen (einschließlich Wohnungen in Wohnheimen). Wie das Landesamt anhand von Ergebnissen der Fortschreibung des Gebäude- und Wohnungsbestandes mitteilt, war die Zahl der Wohnungen damit um 0,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor und um 4,0 Prozent höher als Ende 2010.

Im Durchschnitt war Ende 2019 jede Wohnung im Land 90,5 Quadratmeter groß. Jedem Einwohner standen durchschnittlich 45,8 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung; das waren 0,3 Quadratmeter mehr als ein Jahr zuvor. Rein rechnerisch hatte jede Wohnung 4,3 Zimmer (einschließlich Küchen). Knapp die Hälfte der Wohnungen hatte drei (23,4 Prozent) oder vier (26,0 Prozent) Räume. 37,2 Prozent aller Wohnungen verfügten über fünf oder mehr Räume. 10,2 Prozent waren Zwei- und 3,1 Prozent Einraumwohnungen.

Die größten Wohnungen des Landes gab es  rein rechnerisch in den Gemeinden Stemwede (130,3 Quadratmeter), Selfkant (126,9) und Heek (126,8). In Gelsenkirchen (75,0 Quadratmeter), Duisburg (75,9) und Düsseldorf (76,3) waren die Wohnungen im Schnitt am kleinsten.