Krefeld: Wohngebiet für Bockum geplant

Krefeld : Wohngebiet für Bockum geplant

Auf der Fläche der ehemaligen Kaserne Emil-Schäfer-Straße soll ein Wohngebiet entstehen. Die Politik hat dafür jetzt den Weg geebnet und Planrecht geschaffen. Ein konkreter Investor steht laut Bezirksvorsteher Hans-Jürgen Brockers (CDU) aber noch nicht bereit.

bockum Das Brachland an der Bockumer Emil-Schäfer-Straße wird überplant. Wo einst Militärgelände war, könnten demnächst Wohnungen und schmucke Einfamilienhäuser entstehen, doch noch stehen die Details nicht fest.

Bereits 2004 wurden die Anwohner zu den damaligen Plänen befragt. Der Bebauungsplan 692 sah vor, dass auf dem Gelände zwischen Emil-Schäfer-Straße im Norden, der Bethelstraße im Süden und begrenzt vom Bockumer Friedhof und der Saalestraße ein Mischgebiet aus Wohnungen, Gewerbe und Einkaufsmöglichkeiten entstehen sollte. Bezirksvorsteher Hans-Jürgen Brockers (CDU): "Damals gab es bereits Bürgeranhörungen zu den Plänen. Die Anwohner befürchteten Verkehrsbelästigungen, vor allem durch Schleichverkehr durch das Gebiet und lehnten die Pläne ab. Jetzt aber hat sich die Ausgangslage geändert."

Der Bockumer Friedhof wird entgegen damaligen Plänen nicht mehr erweitert. Die bisher dafür vorgesehene Fläche steht jetzt zur Verfügung. Auch der evangelische Kindergarten will seine nicht mehr benötigten Flächen verkaufen. Grund genug für die Verwaltung, die Planung noch einmal zu überdenken. Ziel des Bebauungsplanes Nr. 692 ist jetzt die Festsetzung eines Mischgebietes zur Ansiedlung von Wohnungen, Büros, wohnverträglichem Gewerbe und kleinflächigem Einzelhandel im Bereich unmittelbar südlich der Emil- Schäfer-Straße. Im südlichen und östlichen Teil des Plangebietes ist die Festsetzung eines allgemeinen Wohngebietes zur Errichtung von Gebäuden für den hochwertigen Einfamilienhausbau vorgesehen. "Das sei nur eine planrechtliche Vorgabe, was möglich ist. Ob das auch so realisiert wird, ist völlig offen", sagt Brockers. Nach seinen Aussagen gebe es keinen Investor. Man wolle nur Planungsrecht schaffen.

Brockers geht davon aus, dass "hauptsächlich Wohnungen gebaut werden." Um sich alle Optionen für den Bau einer Kita für Unter-Dreijährige offen zu halten, sollen der südliche und östliche Teil des Plangebietes als allgemeines Wohngebiet festgesetzt werden. Dadurch werden Bauvorhaben für kirchliche und soziale Zwecke ermöglicht. Brockers: "Im weiteren Verlauf des Verfahrens werden dann die Bürger erneut angehört und ihre möglichen Bedenken oder Anregungen ausgewertet."

(rio)
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