700 Menschen auf Krefelder Theaterplatz: Wirte demonstrieren gegen Nichtraucher-Gesetz

700 Menschen auf Krefelder Theaterplatz: Wirte demonstrieren gegen Nichtraucher-Gesetz

Rund 700 Demonstranten sind am Donnerstagnachmittag auf dem Theaterplatz in Krefeld zusammengekommen, um ihren Unmut zum Raucher-Gesetz kundzutun. Der Fokus lag auf der Gastronomie: Die Kundgebung wurde von einer Wirtin initiiert.

250 Demonstranten wurden bei der Polizei zunächst angekündigt, letztlich waren es fast drei Mal so viele. Wieder einmal sorgte das "Raucher-Gesetz" für eine ungemeine Sogwirkung. Zeit und Ort waren gut durchdacht, im benachbarten Seidenweberhaus begann die Ratsitzung um 17 Uhr — die Demonstration hingegen exakt eine Stunde früher.

Zahlreiche Redner führten durch das Programm, der Tenor ähnelte sich: Das Nichtraucher-Gesetz schadet vor allen Dingen der Gastronomie, die Wirte haben seit der Einführung mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. "Im September habe ich meine Kneipe seit einem Jahr, aber ich bezweifle, dass ich ein zweites Jahr schaffe, wenn das Gesetz weiter besteht", erklärt Wirtin Gabriele Schramm: "Wozu soll man dieses Gesetz haben? Schützt es uns? Nicht nur Existenzen stehen auf dem Spiel, auch eine kleine Heimat, in der man zum Beispiel in einer kleinen Runde zusammen Fußball schaut, geht verloren."

  • Fotos : Meinungen zum verschärften Rauchverbot aus der Region

Die Hoffnung der Demonstranten wurde deutlich auf den Punkt gebracht — das Gesetz soll wie in Hamburg und Bremen gekippt werden. "Die Regelung mit getrennten Raucher- und Nichtraucherbereichen hatte sich doch absolut bewährt", hatte Christina Schwirtz-Lindner, Inhaberin der Paulus-Klause an der Hülser Straße und Initiatorin der Demo, schon vorab erklärt.

Vorreiter für die groß angelegte Kundgebung waren die Demos aus Köln und Düsseldorf. In der Landeshauptstadt folgt nach den positiven Rückmeldungen bereits am 14. Juli die nächste Kundgebung.

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