Krefeld: Wirbel um Möblierung rund um die Ostwall-Haltestelle

Krefeld: Wirbel um Möblierung rund um die Ostwall-Haltestelle

Scharf kritisiert hat gestern die Politik die in Teilen bereits erfolgte Möblierung rund um die neue Ostwall-Haltestelle. Die Stadt hat bereits eingeräumt, dass die in Teilen erfolgte Ausstattung der Haltestelle mit sogenannten City-Light-Postern als Werbeflächen sowie mit Wartehäuschen so nicht abgesprochen war. Ursprünglich war die Politik von einem großen freien Platz am Ostwall ausgegangen.

Jetzt soll bei einem Ortstermin geklärt werden, ob Teile der Möblierung wieder abgebaut werden können. Dies forderte gestern Jürgen Wettingfeld (CDU), der sagte: "Als ich das gesehen habe, konnte ich nur mit dem Kopf schütteln." Dezernent Thomas Visser, in Vertretung für den erkrankten Planungsdezernenten Martin Linne im Ausschuss, räumte ein: "Das ist etwas schief gelaufen."

Anlass für die gestrige Diskussion war ein Antrag der Sozialdemokraten: Vor zwei Wochen hatte die SPD auf die neuen City-Light-Poster aufmerksam gemacht, die nachts leuchten, teilweise aber historische Sichtachsen wie den Blick auf die Stadtkirche St. Dionysius zerstören. Von "amateurhaften Fehlern" sprach SPD-Ratsherr Jürgen Hengst, planungspolitischer Sprecher seiner Fraktion. In Teilen soll seiner Darstellung nach die SWK ihre Planung nicht mit der Stadt abgestimmt haben. Laut SPD hat Planungsdezernent Martin Linne im Gespräch auch eingeräumt, dass ihm nicht bekannt gewesen sei, dass die Möblierung aufgestellt wird.

Joachim C. Heitmann, FDP-Fraktionschef, befürchtet, dass auch unter dem neuen Glasdach noch viele solcher Werbeflächen aufgestellt werden. Bei der grafischen Präsentation der Haltestelle seien solche Werbeflächen aber nie dargestellt worden, sagte er.

Alle Parteien betonten einhellig, dass die Politik jedenfalls nie mit der Planung befasst worden sei.

(RP)