Wie Krefelder Abiturienten sich die Welt wünschen

Krefelder Schulabsolventen: Was Abiturienten sich für die Welt wünschen

Wir baten Krefelder Abiturienten um Antworten zu drei Fragen: Was wünschen Sie sich für sich, für Deutschland und für die Welt. Hier ihre Antworten.

Johannes Achten (19), Bischöfliche Maria-Montessori-Gesamtschule

Johannes Achten
Johannes Achten Foto: Johannes Achten

Für mich persönlich wünsche ich mir, dass ich weiterhin die Chance bekomme, mich weiterzubilden und zu entwickeln, damit ich in meinem Leben sowohl auf privater als auch auf gesellschaftlicher Ebene, mit dem Wissen und den Werten, die ich mir angeeignet habe, einen kleinen Beitrag für eine bessere Welt leisten kann.

Für Deutschland hoffe ich, dass wir es schaffen, aus der Besinnung auf unsere Geschichte und unsere Werte heraus sowie durch eine realitätsnahe und verantwortungsvolle Politik die zurzeit zunehmenden zukunftsgefährdenden politischen Tendenzen einzudämmen, um sowohl national als auch international weiterhin ein Garant für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden zu bleiben.

Für die Welt hoffe ich sehr, dass wir Menschen es schaffen gemeinsam die großen Herausforderungen unserer Zeit zu lösen. Hier denke ich vor allem an die zahlreichen internationalen Konflikte, globale Ungerechtigkeiten und den Klimawandel.

Lea Sollmann
Lea Sollmann Foto: Lea Sollmann/Lea Sollmaann

Lea Sollmann (18), Gymnasium am Stadtpark Für mich wünsche ich, dass ich alle meine Ziele erreichen werde und dabei den Spaß am Ehrgeiz nicht verliere.

Für Deutschland wünsche ich, dass die Politik besser mit den internen Problemen fertigwird und mehr auf die Wünsche der Bevölkerung eingehen kann.

Für die Welt wünsche ich, dass keine Spannungen zwischen den einzelnen Nationen entstehen und die bereits bestehenden abgebaut werden.

Duc Thien Bui
Duc Thien Bui Foto: Duc Thien Bui

Duc Thien Bui (18), Gymnasium am Stadtpark Für mich wünsche ich mir, dass ich in Zukunft glücklich bin, egal in welcher Form mich dieses Glück erwarten mag.

Für Deutschland wünsche ich mir mehr Toleranz gegenüber Migranten und eine menschenfreundliche Politik, denn Deutschland hat keine übermäßig großen Probleme.

Für die Welt wünsche ich mir, dass die Menschen mehr auf ihr Leben, auf sich und auch auf den jeweils anderen mehr acht geben, da auf diese Art und Weise viele Dinge verbessert werden können und viel Schlimmes verhindert werden kann.

David (18), Ricarda-Huch-Gymnasium Für mich wünsche ich mir, dass ich es schaffe, mir mein gewünschtes Studium zu finanzieren, ohne dabei finanziell abhängig zu sein. Ich wünsche mir gutes Gelingen im Studium und Erfolg für meine nähere Zukunft. Besonders hoffe ich, dass die neu gewonnene Eigenständigkeit eine Bereicherung für meine Persönlichkeit sein wird und ich die Aufgaben und Problemstellungen, die auf mich zukommen dürften, meistern werde.

Für Deutschland wünsche ich mir Fortschritt. Um mal einige Punkte zu nennen: Digitalisierung und Ausbau der (Internet-)Infrastruktur, besonders an Schulen; ein Umdenken in der Bildungspolitik; Bewältigung der Flüchtlingskrise; Investitionen in innovative Technologien.

Für die Welt wünsche ich mir, dass wir sie nicht zerstören. Es wäre super, wenn mehr Länder die Klimaziele erreichen oder (im Hinblick auf die USA) akzeptieren würden und sich der Klimawandel stoppen bzw. abbremsen ließe. Außerdem wünschenswert ist das Ende bestehender und die Vermeidung neuer Konflikte, sei es im Nahen Osten oder zwischen den Supermächten.

Tobias Barth (18), Ricarda-Huch-Gymnasium Für mich wünsche ich mir, erfolgreich meine Ausbildung zu beenden und dann eine Familie zu gründen.

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Für Deutschland wünsche ich mir, dass keine Parallelgesellschaften entstehen und ein friedliches gemeinsames Miteinander funktioniert.

Für die Welt wünsche ich mir, dass mehr miteinander als gegeneinander gearbeitet wird und Probleme zusammen gelöst werden.

Lukas Thelen
Lukas Thelen Foto: Lukas Thelen

Lukas Thelen (18), Ricarda-Huch-Gymnasium Jetzt, da meine Schulzeit zu Ende ist, ist mein oberstes persönliches Ziel natürlich, den richtigen Start für mein späteres Leben zu machen, einen Studiengang und später einen Beruf zu finden, der mir Spaß macht. Ich gehe lieber jeden Tag gerne aus dem Haus, als dass ich bei einem Job, dessen Wahl ich mein Leben lang bereue, Unmengen an Geld verdiene. Auf der anderen Seite wünsche ich mir, dass meine Familie gesund bleibt und wir weitestgehend von schlimmen Ereignissen verschont bleiben.

Meine Wünsche für Deutschland und die Welt sind im Prinzip recht ähnlich, weil sich die Situation sehr ähnelt. Überall fangen Menschen an, sich selbst an die oberste Stelle zu setzen und jeden Kompromiss als persönlichen Angriff zu sehen. Natürlich ist es einfacher, immer anderen die Schuld zu geben, im schlimmsten Fall denjenigen, die in Deutschland Schutz suchen. Aber wir müssen aufhören, uns selbst aus der Verantwortung zu ziehen, und damit anfangen, uns mit gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen, damit nicht irgendwann Populisten an der Macht sind, deren Kompetenzen dann aufhören, wenn es um mehr geht als darum, andere zu kritisieren. Ich wünsche mir, dass die Menschen in Deutschland sich nicht davon beeindrucken lassen und weiter hinter Werten wie Weltoffenheit, Toleranz und Nächstenliebe stehen. Natürlich sind die Politik und die Gesellschaft nicht perfekt, und es ist auch der absolut richtige Weg, Kritik zu üben, solange es konstruktiv bleibt, aber Konstruktivität macht vielen Deutschen weniger Spaß. Ähnliches passiert leider in noch viel extremerer Form auf der ganzen Welt. Die USA führen hohe Zölle ein, unter denen auch die eigene Wirtschaft leidet, halb Europa schließt die Grenzen, weil alle Angst vor fremden Menschen haben, die Briten treten aus der EU aus. Alles deutet in die falsche Richtung. Überall werden die „Anderen“ als Schuldige empfunden, und die Länder ziehen sich immer mehr zurück. Auch wenn nicht alle Länder von einer globalisierten Welt profitieren, ist Weltoffenheit der einzige Weg in eine friedliche, moderne Zukunft. Die Länder müssen zusammenarbeiten, um die wirklich großen Probleme in der Welt zu lösen. Internationale Konflikte helfen niemandem und bringen die Welt keinen Schritt näher zu einer gerechten Gesellschaft und einer umweltgerechten Welt.

Jana Klingen
Jana Klingen Foto: Jana Klingen

Jana Klingen (18), Gymnasium Am Stadtpark Ich wünsche mir für mich, dass ich an meiner Wunsch- Uni angenommen werde und weiterhin viel Kontakt zu meiner Familie und meinen Freunden halten kann.

Für Deutschland wünsche ich mir, dass es weiterhin ein sicheres Land ist und weiterhin hoch angesehen ist in der Welt.

Für die Welt wünsche ich mir, dass es keine weiteren Kriege gibt und große Hungersnöte in den Griff bekommen werden. Außerdem wünsche ich mir, dass globale Probleme gemeinsam gelöst werden.

Fiona Berger
Fiona Berger Foto: Fiona Berger

Fiona Berger (18), Gymnasium am Stadtpark Ich wünsche mir für mich, dass ich eine Laufbahn einschlage, die mich im Laufe meines Lebens nach wie vor interessiert, fordert und mir trotzdem ein Privatleben ermöglicht.

Für Deutschland wünsche ich mir, dass die Schere zwischen Arm und Reich nicht weiter auseinandergeht.

Für die Welt wünsche ich mir, dass die Umweltpolitik den Klimawandel weltweit ernst nimmt und aktiv versucht, dagegen anzugehen.

Julius Klahre
Julius Klahre Foto: Klahre

Julius Klahre (19), Montessori-Gesamtschule Ich wünsche mir für mich persönlich als junger Erwachsener ein Mitspracherecht und allgemeine Gleichberechtigung in der Politik.

Für Deutschland und von Deutschland wünsche ich mir insbesondere im Hinblick auf Religion, Kultur und Herkunft ein weltoffenes und tolerantes Denken und Handeln, um den Frieden innerhalb unserer Gesellschaft zu wahren.

Für die Welt wünsche ich mir, dass Konflikte in Zukunft offen im Dialog gelöst werden, sodass wir Menschen gemeinsam beginnen können, durch Zusammenhalt und in Wertschätzung unseres Planeten Seite an Seite friedlich zu Leben.

Marius Strachowitz
Marius Strachowitz Foto: Strachowitz

Marius Strachowitz (19), Montessori-Gesamtschule Für mich wünsche ich mir besonders in Hinsicht auf ein Studium bezahlbaren Wohnraum und die Möglichkeit, viele neue Menschen und Kulturen kennenzulernen. Für Deutschland hoffe ich, dass das allgemeine Bewusstsein für Politik in der Bevölkerung gestärkt wird und dass die Bundesländer in Themen überregionaler Natur, wie unter anderem Bildung, einheitliche Entscheide treffen. Insgesamt ist es für die Welt meiner Meinung nach unumgänglich, dass die Menschheit einen friedlichen Umgang miteinander anstrebt, der internationale Hilfen gewährleistet und durch globale Zusammenarbeit die wesentlichen Probleme dieses Jahrhunderts zu lösen versteht.