Krefeld: Wie das Netz über den Schnee von gestern spottet

Krefeld : Wie das Netz über den Schnee von gestern spottet

Die Wettervorhersage hat diesmal für Krefeld beeindruckend klar danebengelegen. Aus "20 Zentimeter Schnee" mit Sturm ist am Ende klassisches niederrheinisches Schmuddelwetter geworden: nasskalter Regen mit Wind. Wir haben in Krefelder Facebookgruppen Stimmen dazu gesammelt. Zugleich eine Hommage an alle nicht-gebauten Schneemänner auf grün gebliebenen Wiesen.

Krefeld bekommt vom Wetterkuchen einfach zu wenig ab, meint Nicki W.:

"Bisher regnet es nur schon seit Stunden aus Eimern. Wenn schon Schnee, dann bitte Winterwonderland mit schönem Schnee, der liegen bleibt. Wir bekommen hier immer nur den allerletzten Krümel an."

Frank F. rät zur Ruhe, egal ob Schnee nun kommt oder nicht:

"Hauptsache, der Himmel fällt uns nicht auf den Kopf."

Einer schreibt einen Wunschzettel für das Krefelder Wetter:

"Liebes Wetter, wenn du schon keinen Winter kannst, dann mach doch direkt Frühling."

Ein Dritter schimpft:

"Sommer ohne Sonne. Winter ohne Schnee. Krefeld - schön hier!"

Und Sebastian S. rät den professionellen Wetterfröschen:

"Der Deutsche Wetterdienst sollte besser Blumen verkaufen."

"Bin echt enttäuscht von diesem Egon. Winter hat es schon immer gegeben, und früher lag teilweise tagelang Schnee. Wir sind eine Nation von Weichflöten und Dauernörglern geworden",

meint Silke L.

Mit Blick auf die paar Schneeflocken, die in Krefeld dann doch noch gestern Mittag zu fallen geruhten, schreibt ein Mann:

"Jetzt schneit es. Schade, 12 Stunden mit der Schneeschaufel bereit gestanden. Jetzt leider müde."

Dialog zwischen Daniel B. und Naike L.N.:

"War extra noch mal in der Wanne und habe mich rasiert. Wenn ich im Schneechaos sterbe, dann wenigstens sauber und frisch."

"Echte Männer sterben mit Bart."

"Pfft, Bärte sind was für Hippster."

"Der Ötzi war ein Hippster?"


Simone S. schreibt über Tief Egon - bekanntlich ein Männername:

"Das war doch mal wieder typisch Mann: Riesen-Tamtam ... und dann ..."

Ein anderer Nutzer schreibt mit Blick auf die Aufregung um die Wettervorhersage kurz und spöttisch:

"Scheiße, wir werden alle sterben."


"Ich hätte noch nagelneue Schneeketten zu verkaufen",

spottet Chris C., und K.C. ergänzt:

"Ich habe extra die Schneeketten fürs Fahrrad rausgeholt, und es kam kein Schnee."

Hans O. versucht, sich dem Thema mit einer politischen Analyse zu nähern:

"Du rechnest mit Schnee - und draußen ist nur Schmuddel. Ob Putin dahintersteckt, weil er deutsche Autofahrer irritieren will?"

Vielfach geteilt wurde dieser Dialog zweier Schneeflocken in der Luft:

"Wo willst du hin?" - "Nach Grönland, da kann ich lange liegen bleiben. Und du?" -

"Nach Deutschland!" -

"Was willst du da?" -

"Panik machen."


Karin S. tröstet alle, die enttäuscht über den ausbleibenden Schnee waren:

"Na ja, ist eben flüssiger Schnee in Krefeld."

Kälte und Hitze verbindet Jens M. augenzwinkernd:

"Wo bleibt denn euer angekündigter Schnee; ich sitze schon auf heißen Kohlen."

Ralf J. klärt uns auf, wo der ganze Schnee geblieben ist:

"Falls ihr den angekündigten Schnee sucht: Der ist hier bei mir im Kloster Steinfeld in der Eifel."

(RP)