Weltkindertag im Stadtwald. Guter Besuch und großes Programm trotz Regenwetter

Bunte Vielfalt auf der Stadtwaldwiese : Weltkindertag: Viel Spaß in Gummistiefeln

Trotz Dauerregen kamen zahlreiche Besucher zum Weltkindertag auf der Stadtwaldwiese. Es gab 53 Ständen und zwei Bühnen.

Überall klingt Musik über die Stadtwaldwiese. Am Spielplatz steht ein Zirkuszelt der Aktion Mobifant, vor der Muschel am Biergarten eine große überdachte Bühne. Rundherum finden sich insgesamt 53 Stände. Und viele Kinder. Die Kleinen ließen sich auch von fast durchgehendem Regen nicht davon abhalten, zum Fest anlässlich des Weltkindertages zu kommen. „In den Vorjahren war es natürlich noch ein ganzes Stück besser besucht. Aber auch heute sind wir in Anbetracht des Wetters mit dem Besuch hochzufrieden“, sagt Birgit Luttkus, die als Leiterin des Kinder- und Familienbüros der Stadt für die Organisation verantwortlich zeichnet.

Wie in den Vorjahren hat sie viele Organisationen zur Teilnahme bewegt. „Das ist aber fast überall gar nicht schwer gewesen. Alle sind eigentlich auf die erste Anfrage sofort Feuer und Flamme“, erzählt sie. Natürlich sind die Organisationen dabei, die für Kinder- und Jugendrechte kämpfe. Unicef hat einen Stand, auch der Krefelder Kinderschutzbund, der in diesem Jahr bereits sein 50-Jähriges Bestehen feiert, ist zugegen. Hier können die Kinder basteln. „Wir hatten schon beim Spiel ohne Ranzen die Aktion aus Alt mach Neu. Das haben wir jetzt fortgeführt. Es ist insgesamt eine tolle Veranstaltung trotz des Wetters. So viele unterschiedliche Aktivitäten. Und ich habe den Eindruck, die Kinder nutzen das ganze Spektrum“, erzählt Vorsitzende Birgit August.

Auch der Jugendbeirat der Stadt hat sich etwas einfallen lassen. In Anlehnung an die beliebte TV-Show „Eins, Zwei oder Drei“ haben sie eine Quizrunde erstellt, bei der die Kinder dann auf das Feld hüpfen sollen, das ihrer Meinung nach die richtige Antwort repräsentiert. Es geht vor allem um Kinderrechte. Zum Beispiel lautet eine Frage, welches Kinderrecht in Deutschland zugleich eine Pflicht ist. Die richtige Antwort: Schulpflicht. Insgesamt zwölf Freiwillige fanden sich allein hier, den Stand zu betreiben, bei Auf- und Abbau zu helfen und das Quiz zu erstellen.

Die City Dance School hat eine offene, das heißt nicht überdachte, Bühne. Das bedeutet: Alle Beteiligten werden nass. Das aber hält weder die ebenfalls noch sehr jungen Vortänzerinnen, noch das gute Dutzend Kinder vor der Bühne, die die Tanzschritte nachmachen, davon ab, zu unterschiedlichen Liedern zu tanzen. Wenige Meter entfernt hat sich auch Handball-Zweitligist HSG Krefeld eingefunden. Die vier Spieler Frederik Stammer, Paul Keutmann, Toni Sario und Kevin-Christopher Brüren schreiben eifrig Autogramme. Die Kinder können außerdem auf eine Torwand des Fanclubs „Flying Eagles“ werfen oder schießen.

Am meisten aber passiert auf der großen Bühne. Allein die Ballettschule Ballenberger ist mit rund 100 Kindern in neun Gruppen da. Für einige ist es der erste Auftritt überhaupt. So für die fünf Jahre alte Nele. „Es war ganz toll. Ich möchte beim nächsten Mal wieder dabei sein. Mama, Papa und Oma sind auch da, und Ballett macht total Spaß“, sagt die Kleine zwar etwas schüchtern, aber dennoch strahlend. Und auch die folgende Gruppe der Urban Dance-Company hat sichtbar Spaß. Die wartenden Tänzer vor der Bühne tanzen bereits eifrig mit.

Der größte Regenguss ist da bereits vorbei. Gleich zur Eröffnung um ein Uhr regnet es wie aus Kübeln. „Neben unserem Stand war ein Fluss“, erzählt Karsten Ludwig, der für die Diakonie dabei ist. Die Kinder ziehen Gummistiefel an und haben Spaß. Am Ende ist auch das etwas, das Kindheit ausmacht: Die Welt zu erfahren und aus allen Dingen etwas mitzunehmen. Auch das auf Regen Sonnenschein folgt.

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