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Weihnachtszirkus Probst gastiert in Krefeld mit magischer Show im Las-Vegas-Stil

Veranstaltung in Krefeld : Weihnachts-Zirkus größer denn je

Zum siebten Mal gastiert der Krefelder Weihnachtszirkus Probst auf dem Sprödentalplatz. „Fantastico – magische Zirkusträume“ erzählt in Bildern, welche Vorstellungen heute für einen Zirkus gelten.

Im vergangenen Jahr hatte der Weihnachtszirkus Probst unter dem Titel „250 Jahre Zirkus“ mit einem klassischen Programm an den Briten Philip Astley erinnert, der mit einer Reitschule , in der er morgens unterrichtete und nachmittags Vorführungen gab, den Grundstein für den modernen Manegenzirkus gelegt. In diesem Jahr läuft das Programm unter der Titelklammer „Fantastico – magische Zirkusträume“. „Wir erzählen in Bildern, was wir uns unter einem Zirkus heute vorstellen“, erklärt Daniel Burow, Pressesprecher des Krefelder Weihnachtszirkus. „Wir bieten eine durchinszenierte Show. Daher haben wir unser dreigliedriges Zelt früher als in den sechs Jahren zuvor aufgebaut.“  Ein moderner Großzirkus muss sich gegen alle anderen heutigen Unterhaltungsformate behaupten. Das Programm, von Monika Orendy Viranyi choreografisch einstudiert, verbindet die klassischen Elemente eines Zirkus – waghalsige Akrobatik, lustige Clownerie und anmutige Tiere wie Pferde, Pudel und Papageien.

Einer der Höhepunkte in der Vorstellung ist eine große Illusionsshow im Las-Vegas-Stil. Aus Europa und Asien stammen die Artitsten.  Das Duo Sifolini mit dem rasant rotierenden Todesrad, die kasachische Kunstreitershow der Khadikov-Truppe, die prächtige Pudel- und Ara-Revue von Marietta und Gerd Koch, die mitreißende Fahrrad-Balance von Kostian und Anastasia, die Seil-Akrobatik von Roxana und Isabel Maatz und das Duo Imagine, das mit den Mitteln des Zirkus unter der Zirkuskuppel eine Liebesgeschichte erzählt – und nicht zu vergessen Clown Alan Rossi mit seinen von einem spitzbübischen Lächeln – begleiteten humorvolle Einlagen.

 Artistik, magische Momente und die entsprechende professionelle Lichtshow sollen das Publikum verzaubern.
Artistik, magische Momente und die entsprechende professionelle Lichtshow sollen das Publikum verzaubern. Foto: Circus Probst

Ein Dreiklang hält das Ganze zusammen: Der Musicaldarsteller Steffen Müller ist mit Wort und Gesang die Stimme des Weihnachtszirkus, dazu kommt das aus Polen stammende Orchester des Krefelder Weihnachtszirkus und erstmals umrahmen die Tänzerinnen des Zirkus-Balletts die einzelnen Darbietungen.

Seit Jahren muss sich der Weihnachtszirkus Probst der Proteste angereister Tierschützer erwehren, die dem Auftritt von Tieren im Zirkus militant entgegentreten. „Das ist völlig unverständlich“, empört sich Tierlehrer Gerd Koch. „Es gibt keine Tierhaltung irgendwo auf der Welt, die mehr und genauer kontrolliert wird als der Zirkus.“ Dieser Meinung war wohl auch der Deutsche Bundestag, als er im Oktober den Antrag der Grünen für ein Wildtierverbot in Zirkussen mit der Mehrheit von CDU/CSU, SPD und FDP ablehnte. Etwa 60 Tiere reisen mit dem Zirkus Probst, der seines Zeichens den Tourneeplan so legt, dass die Transportphase der Tiere nicht über vier Stunden hinausreicht. Werde das Reisen altersbedingt beschwerlich, blieben sie im Winterquartier, einem ehemaligen Reiterhof.

 Atem anhalten: Das gilt bei der Nummer des Duos Sifolini mit dem rotierenden Todesrad.
Atem anhalten: Das gilt bei der Nummer des Duos Sifolini mit dem rotierenden Todesrad. Foto: Circus Probst

Wer durch das kleine Eingangszelt eintritt, wird bereits von einer leuchtenden weihnachtlichen Glitzerwelt umfangen, in der ein warmer Rotton vorherrscht. Das dahinterliegende zweite Zelt erstrahlt noch prächtiger. Es bietet mit Tischgruppen und einer kleinen Budenstadt einen angenehmen Aufenthalt für die Pause in dem zweieinhalbstündigen Programm. Das eigentliche Aufführungszelt fasst 1200 Gäste. Es ist das bisher in Gelsenkirchen aufgebaute Zelt des dortigen Weihnachtszirkus Probst. Seine Kapazität reichte für die dortige Nachfrage nicht mehr aus, so dass Reinhard und Brigitte Probst, die Enkel des Zirkusgründers, ein größeres Zelt anschafften und das dort vorhandene für den Krefelder Weihnachtszirkus zur Verfügung stellten. Auch in Krefeld steigt die Nachfrage nach einem modernen Zirkus für Jung und Alt, wie Pressesprecher Burow mitteilte, vor allem an Weihnachten und Silvester. Das Konzept, an einem Ort länger zu verweilen und dadurch ein anspruchsvolleres Programm einstudieren zu können, habe sich für den Zirkus Probst ausgezahlt.