Volksbank Krefeld liegt für Kunden ein Wochenende komplett still

Große Softwareumstellung : Volksbank liegt für Krefeld und Kempen ein Wochenende still

Im Rahmen der größten Software-Umstellung in der Geschichte der Bank müssen Kunden sich von Freitag, 5. Juli, 12 Uhr, bis Montag, 8. Juli, 10 Uhr, auf Besonderheiten einstellen.

Volksbank-Kunden in Krefeld, Kempen und Grefrath müssen sich darauf einstellen, dass sie am Wochenende von Freitag, 5. Juli, 12 Uhr, bis Montag, 8. Juli, 10 Uhr, nur begrenzt Bargeld abheben, keine Bankgeschäfte erledigen können und das Online-Banking nicht funktioniert. Wichtigster Punkt: In der angegebenen Zeit kann ein Volksbankkunde mit seiner Girocard pro Tag nur bis zu einer Gesamtsumme von 500 Euro Bargeld abheben oder im Geschäft bezahlen. Grund ist die größte Softwareumstellung in der Geschichte der Volksbank: An jenem Wochenende wird die Bank auf ein neues System umgestellt.

Hintergrund: Alle IT-Prozesse laufen in einem Rechenzentrum, dem alle Genossenschaftsbanken Deutschlands angeschlossen sind. Mit der neuen Software soll für Bank und Kunden Vieles vereinheitlicht und vereinfacht werden, auch mit Blick auf einen Ausbau der digitalen Angebote im Bankgeschäft. Bislang haben zwei Rechenzentren die Software für die Genossenschaftsbanken betreut: die „Fiducia“ in Karlsruhe und die „GAD“ in Münster. „Bei deutschlandweit 900 Genossenschaftsbanken war es nicht mehr zeitgemäß, mit zwei Rechenzentren und unterschiedlichen Software-Systemen zu arbeiten“, erläutert Volksbank-Sprecher Christian Davids. Nun sind beide Rechenzentren fusioniert und arbeiten mit einem gemeinsamen System.

In einem dreijährigen Prozess werden rund 400 deutsche Volksbanken auf das neue System umgestellt, und zwar immer fünf Banken am Stück. An dem Wochenende im Juli ist der Niederrhein an der Reihe: Mit Krefeld werden die Volksbanken Kleverland, Emmerich-Rees, Kempen-Grefrath und an der Niers umgestellt. „Die Vorbereitung darauf dauert rund ein Jahr“, sagt Silke Dellen für die Volksbank Kempen-Grefrath.

Der Programmieraufwand ist immens: Alle Prozesse, die in den betroffenen Banken anfallen, müssen in dem neuen System abgebildet werden. „Die Banken arbeiten nicht alle gleich und nicht alle mit den gleichen Schwerpunkten; insofern muss jede Bank ihre Prozesse auch selbst neu programmieren“, erläutert André Heiner von der Volksbank Krefeld.

Was bedeutet das am Umstellungswochenende für die Kunden?

– Ab Freitag, 5. Juli, 12 Uhr, bis Montag, 8. Juli, 10 Uhr, ist der Zugang zum Online-Banking und Online-Brokerage (Aktienhandel) nicht verfügbar.

– Alle Automaten zum Ziehen von Bargeld oder Ausdrucken von Kontoauszügen sind abgeschaltet.

– Kunden können in dieser Zeit pro Tag und Girocard über 500 Euro verfügen. Barauszahlungen bei einer Fremdbank werden mitgerechnet. Wer also für 300 Euro einkauft, mit Girocard bezahlt, muss berücksichtigen, dass er an diesem Tag nur noch höchstens 200 Euro am Geldautomaten abheben oder im Geschäft per Girocard ausgeben kann.

Übrigens: Die Volksbank erstattet an diesem Wochenende die Gebühren, die anfallen, wenn ein Volksbankkunde an einer Fremdbank Geld abhebt.

– Das alles gilt nicht für Kunden unter 18 Jahren. Sie können weder Bargeld abholen noch mit Girocard bezahlen.

Kreditkarten können uneingeschränkt genutzt werden.

– Das neue System funktioniert am Montag, 8. Juli, 10 Uhr, wieder wie gewohnt. Die Kunden sollten sich dann im Online-Banking anmelden; die Benutzeroberfläche wird allerdings etwas anders sein. Erklärvideos und ausführliche Erläuterungen finden sich auf der Internetseite der Volksbank.

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