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Viel Zuspruch fürs letzte Oppumer Kleinkunstfestival im Pfarrgarten

Zum letzten Mal im Pfarrgarten : Wehmut und Lachtränen beim Oppumer Festival

Zum letzten Mal feierten die Kreativen die Kleinkunst im Pfarrgarten der Schutzengelkirche - mit Musik, Show und Kartons. Und das bestgehütete Geheimnis der Oppumer wurde erst ganz zum Schluss gelüftet.

(ped) Diese vier Tage waren das Letzte: Das meinten die vielen Kreativen in Oppum wörtlich: Es war das 14. Kleinkunstfestival, und diesmal nicht nur mit dem traditionellen Zusatz „Vor der Autobahn“, sondern das letzte in der gewohnten Kulisse. Doch der geplante Abriss des Pfarrheims an der Schutzengelkirche trübte nicht ihre Spiel- und Showlust. Und das Publikum feierte jeden Auftritt - nach Coronazwangspause.

Eine Woche lang war das Gelände für das Festival vorbereitet worden, dann eröffnete der „Bands and Friends“-Abend das Programm. Musiker aus Oppum und Umgebung und sogar aus Köln traten auf: „Privacy Please“, die zum ersten Mal dabei waren, begeisterten das Publikum ebenso wie  sowie die gern gesehenen Gäste Emma „whenlifegivesyoulemmen“, „Rhythm Of Cure“ und „Sweet Corrosion“. Musik wurde überhaupt groß geschrieben. Auch der Kinderchor St. Augustinus, der  geleitet von Christoph Scholz das Musical „David“ von Andreas Hantke vortrug, und der Block „Best Of Musical“ kamen bestens an. Die Sängerinnen und Sänger schlüpften in verschiedenste Rollen - und durften nicht ohne Zugabe von der Bühne.

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In Oppum gibt es sogar Quizchampions. Bei einem interaktiven Quiz konnte das Publikum die Kandidaten - unterstützen: skurrile ältere Leute (dargestellt von der Theatergruppe „Rampenfieber“). Am Ende der humorvollen Raterunde wurde sogar ein Gewinner gekürt, der für den letzten Abend kostenlosen Eintritt erhielt.

Eine Tradition ist der Auftritt der Improvisationstheatergruppe „Theather Ohne Alles“ aus Hüls. Die kleinen lokalpatriotischen Sticheleien der Spielenden kamen bestens an. Das Ensemble  wurde mit tosendem Applaus begrüßt und verabschiedet.

 Gut besucht waren alle Veranstaltungen, auch der festliche, ökumenische Kleinkunstgottesdienst mit anschließendem Brunch. Danach wurde ein neues Fass an die Zapfanlage angeschlossen, und  der letzte Abend konnte beginnen. Auch in diesem Jahr blieb das Programm ein gut gehütetes Geheimnis. Deshalb wunderte es die Zuschauer nicht, als sie gebeten wurden, seltsame Dinge zu tun wie Kartons zum Backstagebereich tragen, bevor sie ihre Plätze einnahmen und der A-Capella-Gruppe „Pink Propellers“ lauschten. Henry Kolnsberg gab einen Auszug aus einem Stand Up Programm, das auf der Tribüne vielen die Lachtränen in die Augen trieb. Alle Beiträge des Finales wurden gefeiert - von der HipHop-Gruppe bis zu den Sketchen. Den letzten führte das Organisationsteam auf. Als am Ende alle Mitwirkenden noch einmal auf die Bühne gebeten wurden, gab es auch einen riesigen Applaus für die Verantwortlichen des Oppumer Kleinkunstfestivals (OKKF). Mit dem Abbau, zu dem viele Helfende erschienen, dachte man noch einmal an das 14. Festival, das wohl das letzte  war - an diesem Ort.