Digitalisierung in Krefeld Krefeld und Sofia machen gemeinsame Sache

Krefeld · Krefeld ist eine von sechs deutschen Städten, die für das Programm „#vernetztinEuropa“ ausgewählt wurden. Partner ist die bulgarische Hauptstadt Sofia. Was Wirtschaftsdezernent Eckart Preen sich davon verspricht.

 Eckart Preen ist Krefelds Wirtschaftsdezernent und Geschäftsführer von Krefeld Business.

Eckart Preen ist Krefelds Wirtschaftsdezernent und Geschäftsführer von Krefeld Business.

Foto: Ja/Jochmann, Dirk (dj)

Wirtschaftsförderung ist mehr als die Herrichtung von Gewerbeflächen, Werbung für die Fachkräfteausbildung und Engagement für geringe Steuerbelastungen der Unternehmen. Viele weiche Standortfaktoren sind ebenfalls von Bedeutung. Smart City und Digitalisierung sind neue Felder, die beackert werden. Wirtschaftsdezernent Eckart Preen freut sich über die Chancen, die das Projekt „#vernetztinEuropa“ für Krefeld bietet. Die Seidenstadt bildet mit der bulgarischen Metropole Sofia  ein so genanntes Peer-Learning-Tandem. Ein erstes virtuelles Kennenlernen hat bereits stattgefunden.

Was haben Sofia und Krefeld gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel, zählt die europäische Hauptstadt doch mehr als eine Million Einwohner und Krefeld knapp ein Viertel davon. Verbunden sind die beiden Städte aktuell jedoch mehr denn je – und zwar über das bis zum Jahr 2024 laufende Projekt „#vernetztinEuropa“. Doch was hat es damit auf sich? Das Projekt „#vernetztinEuropa“ zielt ab auf einen direkten, partnerschaftlichen Wissensaustausch und -transfer über nachhaltige und digitale Stadtentwicklung: zwischen den dafür zuständigen Ministerien, den institutionellen Akteuren auf EU-Ebene sowie den Playern aus etablierten Netzwerken und Initiativen. Indem sich die Akteure gemeinsame Herausforderungen vergegenwärtigen und idealerweise Lösungsansätze entwickeln, sollen belastbare Partnerschaften entstehen, in denen sich Fachleute aus verschiedenen europäischen Städten kollegial beraten, inhaltlich austauschen und replizierbare Projekte angehen.

Um diese Ziele zu erreichen, startete das Projektteam „#vernetztinEuropa“ einen Teilnahmeaufruf für europäische Kommunen. Zwischen Dezember 2021 und Februar 2022 konnten sich interessierte europäische Kommunen um eine von sechs so genannten „Peer-Learning-Partnerschaften“ zum Thema „digitale Stadtentwicklung/Smart Cities“ bewerben. Daraufhin meldeten sich mehr Bewerber, als Plätze zu vergeben waren.

„Umso beachtlicher, dass Krefeld für ein Tandem ausgewählt wurde. Das ist ein schöner Erfolg. Dass wir mit Sofia eine europäische Hauptstadt zugeordnet bekommen haben, ist fantastisch. Das allein macht schon den Reiz dieses ungleichen Tandems aus. Und dieses nimmt jetzt an Fahrt auf“, freut sich Wirtschaftsdezernent Eckart Preen. Und Markus Lewitzi, Chief Digital Officer (CDO) der Stadt Krefeld, betont: „Wir wollen uns vernetzen und voneinander lernen. Smart City ist eine Aufgabe, die lokal umgesetzt werden muss; doch es ist eine, die europaweit Kommunen beschäftigt und die Herausforderungen und Lösungsansätze sind oft vergleichbar.“ 

Damit das gegenseitige Verstehen und voneinander Lernen gelingen kann, tauschen sich die sechs so genannten „Peer-Learning-Tandems“ nun intensiv aus: Vor wenigen Wochen  ging es virtuell los. Hier lernten die Akteure aus Krefeld und Sofia sich und die anderen Teilnehmenden kennen. Gleichzeitig erfuhren sie mehr zum Projekt und Verfahren. Ein erstes Arbeitstreffen vis-à-vis vor Ort in Krefeld oder Sofia ist dann für den Spätsommer geplant. „Wir sind gespannt auf den europäischen Austausch, wie die digitale Transformation dazu beitragen kann, die Ziele einer nachhaltigen, integrierten und gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung umzusetzen. Dabei denken wir sowohl europäisch, deutschlandweit und lokal. Eben kreativ, innovativ und weltoffen“, unterstreicht Krefelds Wirtschaftsdezernent Preen.