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Verkaufsoffener Sonntag in Krefeld - Gebete für Händler und Gastronomen

Verkaufsoffener Sonntag in Krefeld : Gebete für Händler und Gastronomen

„Krefeld Schaufenster pur“ sorgte Samstag und Sonntag für eine stark belebte Innenstadt; der Handel zeigte sich zufrieden. Die evangelische Kirche lud zum verkaufsoffenen Sonntag zu einer Andacht ein.

Gute Frequenz, Umsatz durchwachsen: So lautet die Bilanz von Krefelds Einzelhändlern nach dem verkaufsoffenen Sonntag und dem „Krefeld Schaufenster pur“-Wochenende. Dagmar de Jong, Inhaberin einer Boutique an der Königstraße, berichtete von ihrem Eindruck, den so ähnlich einige Händler formulierten: „Die Leute waren froh, dass sie wieder ’rauskönnen.“ Für die Händler sei es wichtig gewesen, „ein Zeichen zu setzen, dass wir mal wieder aufhaben“, sagte ein Sprecher von Thalia.

Die Frequenz sei bei weitem nicht so hoch gewesen wie bei einem „Krefeld pur“-Wochenende, „aber das haben wir auch nicht erwartet“, resümierte Christoph Borgmann als Vorsitzender der Werbegemeinschaft. „Doch mit Blick auf die Begleitumstände wie Corona und Verdi, war das Wochenende ,ganz gut’“. Borgmann spielte damit auf den Versuch der Gewerkschaft Verdi an, den verkaufsoffenen Sonntag in letzter Minute juristisch zu verhindern. „Sicher waren viele Leute verunsichert, ob der Sonntag nun verkaufsoffen ist oder nicht.“

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Borgmann berichtete auch, ihm habe die Andacht um 12 Uhr am Sonntag bei der Alten Kirche sehr gefallen. „Dass für Händler und Gastronomen mal gebetet wurde, war eine neue und schöne Erfahrung“, sagte er. In der Alten Kirche gab es nach der Andacht, die als „Gebet mit und für Beschäftigte, Selbstständige und Händler“ angekündigt war, unter dem Motto „Kirche findet Stadt – gemeinsam Krefeld Flügel schenken“ den ganzen Sonntag Programm: Orgelmusik, Impuls-Andachten, Live-Musik und Abendsegen.

Sehr zufrieden zeigte sich Wolfgang Schinke von Schinke Couture an der Marktstraße. „Der Samstag war super, heute ist es etwas verhaltener, aber unterm Strich sind wir sehr zufrieden.“ Schinke hatte vor Vapiano eine kleine Modenschau mit sitzenden Schaufensterpuppen arrangiert.

Recht zufrieden mit der Frequenz zeigte sich ein Sprecher von Galeria Kaufhof. „Offensichtlich zieht der verkaufsoffene Sonntag Leute in die Stadt; die Bilanz in den Geschäften ist durchwachsen“, bilanzierte er nach einem Rundgang durch die Stadt. Für den Kaufhof selbst zeigte er sich zufrieden.

Das Konzept, in rund 20 Geschäften Kunst auszustellen, funktionierte. Bei Kigali an der Königstraße entstanden zwischen Künstlerin Gabriele Leigraf und Passanten immer wieder Gespräche. Auf regen Zuspruch stießen die mit viel Applaus bedachten Tanz-Performances am Schwanenbrunnen.