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Krefeld: Vergewaltigung in der Ehe: Zwei Jahre Haft

Krefeld : Vergewaltigung in der Ehe: Zwei Jahre Haft

Wegen Vergewaltigung und Körperverletzung muss ein Mann aus Krefeld für zwei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis.

Zwischen Ende 2009 und Sommer 2010 hatte es gleich mehrere körperliche Übergriffe des heute 49-Jährigen auf seine weitaus jüngere Ehefrau gegeben, so die Überzeugung von Gericht und Staatsanwaltschaft. Vor dem Krefelder Schöffengericht hatte er die Taten abgestritten. Seine Ehefrau, die mit Kleinkind, Anwältin und Übersetzer in den Zeugenstand trat, hatte die Übergriffe allerdings glaubhaft geschildert.

Ehefrau flüchtete zu Nachbarn

Schon während der Schwangerschaft habe er sie vergewaltigt, und als das gemeinsame Kind auf der Welt war, habe er ihr in den Bauch getreten. Von den Übergriffen hatte sie auch den Nachbarn berichtet. Einmal war die Frau barfuß in die Wohnung der Nachbarin geflüchtet. Außerdem hatte es mehrere Polizeieinsätze gegeben. Die Geschädigte hatte nach dem letzten Vorfall mit ihrem Kind fast ein halbes Jahr lang in Frauenhäusern gelebt.

Der Angeklagte indes hatte behauptet, die Frau lüge. Er könne gar nicht verstehen, warum sie so etwas erfinde. Sie sei wohl verärgert gewesen, dass er ihrer Familie kein Geld nach Marokko schickte. Möglicherweise habe sie ihn nur geheiratet, um nach Deutschland kommen zu können. Dieser Argumentation konnte das Gericht nicht folgen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

(BL)