Vereine und Schulen wollen am Buscher Holzweg ein Mehrzweckgebäude bauen.

Bezirkssportanlage Traar : Am Sportplatz: „Treffpunkt Traar“ in Planung

Die Bezirkssportanlage Traar soll ertüchtigt werden. Dazu soll es ein Multifunktionsgebäude mit Halle, Verwaltung und Aula für die Schule geben. Dafür setzen sich Grundschule, Bürgerverein und Sportvereine ein.

Während bei Krefelds Sportvereinen die Angst umgeht und viele Bezirke um ihre Bezirkssportanlagen kämpfen, schnitt die Anlage in Traar bei der Begutachtung durch die Sportstättenkommission gut ab und soll ertüchtigt werden. Für die Verantwortlichen bedeutet das nicht, dass sie  die Hände in den Schoß legen. „Während in den vergangenen Jahren viele Vereine nur die Ergebnisse der Beurteilung abgewartet haben, sind wir aktiv geworden. Wir haben neue Umkleidekabinen und Beachvolleyballfelder gebaut,  mit dem Verberger TV einen weiteren Verein ins Boot geholt und unsere Position aktiv verbessert. Diesen Weg wollen wir  fortführen“, sagt Andreas Stattrop, der zweite Vorsitzende des FC Traar.

Auch der TV Traar, der Verberger TV und die Grundschule am Buscher Holzweg sind Nutzer der Anlage. Für sie soll nun ein neues Gebäude errichtet werden: eine Multifunktionsanlage, die der Schule als Aula, allen Vereinen als Vereinsheim, als mindestens Doppel-Sporthalle sowie als Versammlungsstätte für Traar dienen soll.

„Eine solche fehlt uns sehr. Wir haben aktuell nur das Gemeindehaus, und das ist bis unter das Dach ausgebucht. Räume für Versammlungen auch für den Bürgerverein und für die Traarer an sich wären wünschenswert“, begrüßt Walter Kienen vom Bürgerverein das Projekt, das auch ein Café beinhalten soll. „Wir sind hier nah am Egelsberg, da wollen viele Menschen nach einem Ausflug gern noch einen Kaffee trinken“, sagt Stattrop.

Als Arbeitstitel für das Gebäude entschieden sich die Initiatoren daher für „Treff.Traar“ (Lies: Treffpunkt Traar). „Wir sind hier in Traar und es soll ein zentraler Punkt für den Ort werden. Da ist der Name nur logisch“, sagt Stattrop. Die Initiatoren, darunter auch Birgit Meiderkamp, Leiterin der Grundschule, Marcus Benger, erster Vorsitzender des TV Traar, und Jan Moerter, erster Vorsitzender des Verberger TV, haben bereits zwei Modelle in Abstimmung mit einem Architekten ausgearbeitet.

„Es ist noch sehr früh in den Planungen. Es gibt noch keine finanziellen Kalkulationen und auch noch keine politischen Zusagen. Es wird am 29. Januar in der Vorstandssitzung des Bürgervereins und dann am 13. Februar in der Bezirksvertretung diskutiert. Aber die Pläne sind sehr reizvoll“, sagt Kienen. Benger fügt hinzu: „Wir brauchen nicht nur zusätzliche Hallenkapazitäten, sondern auch Räume, um beispielsweise Jahreshauptversammlungen oder Weihnachtsfeiern zu veranstalten. Das ist derzeit, speziell nach der Schließung von Haus Ritte, sehr schwierig. Auch dafür wäre es extrem wertvoll.“

Die Schule bekäme nicht nur die Möglichkeit, mehr Hallenzeiten zu nutzen, sondern auch erstmals in ihrer Geschichte einen Raum, der die Funktion einer Aula übernimmt. „Wenn wir beispielsweise Advents- oder Weihnachtsfeiern veranstalten, dann tun wir das derzeit im Treppenhaus. Die ersten und vierten Klassen haben eine Feier, dann die zweiten und dritten. Das ist kein Zustand“, sagt Meierkamp. Für sie wäre der Bau darum extrem wertvoll. „Außerdem ist die bestehende Halle aus den 60er Jahren nicht mehr zeitgemäß. Allein, dass es keine Tore vor den Gerätelagern gibt und ständig die Bälle darin verschwinden, ist sehr anstrengend“, setzt sie hinzu.

Für den FC Traar, Hauptnutzer der Anlage, wären vor allem Geschäftsräume und Hallenzeiten für die Kleinsten vorteilhaft. Dafür würde der Verein auch Zugeständnisse machen. „Klar, ein Kunstrasenplatz wäre hochinteressant für uns. Aber wir würden Geld für die Sanierung der Anlage dennoch lieber in das Multifunktionsgebäude investiert sehen. Es gibt auch Fördermöglichkeiten vom Land, und eventuell könnte man Namensrechte verkaufen“, sagt Stattrop. Das alles ist Zukunftsmusik. Nicht einmal ein möglicher Standort steht bislang genau fest. Aber der Vorsatz, gemeinsam etwas Gutes auf die Beine zu stellen ist da. Auch, damit der Buscher Holzweg mittelfristig Bezirkssportanlage bleibt.