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Untersuchung des statistischen Landesamtes: Krefeld verliert Einwohner

Untersuchung des statistischen Landesamtes : Krefeld verliert Einwohner - Zahl sinkt auf 226.844 Personen

Vom Überschwappeffekt aus Düsseldorf ist in Krefeld nichts zu bemerken. Die Konkurrenz im Speckgürtel ist groß. Andere Kommunen sind mit ihrer Ansiedlungspolitik einen großen Schritt voraus.

Im vergangenen Jahrzehnt ist die Zahl der Einwohner in Krefeld um rund 5000 Personen auf 226.844 gestiegen. 2011 waren es noch 221.864 Männer, Frauen und Kinder. Im Vergleich zu 2019 ist die Einwohnerzahl 2020 stärker als im Landestrend mit minus 0,25 Prozent wieder rückläufig. Das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) hatte 2019 noch 227.417 Einwohner gezählt.

Die Einwohnerzahl ist ein wichtiges Kriterium. Eine stabile beziehungsweise  steigende Zahl  bedeutet, dass die Infrastruktur in Krefeld von der Bürgerschaft auch in Zukunft zu bezahlen ist. Ferner ist sie ein Indiz für die Attraktivität als Wohnort. Die Statistik für Krefeld liefert keinen Beleg für den oftmals apostrophierten so genannten Überschwappeffekt aus der Landeshauptstadt. Dafür ist Krefeld mit seiner Ansiedlungspolitik offenbar im Vergleich zu anderen Kommunen im Speckgürtel Düsseldorf zu langsam.

Ende 2020 lebten in Nordrhein-Westfalen 17.925.570 Menschen. Wie das  statistische Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl um 21.651 (minus 0,1 Prozent) niedriger als ein Jahr zuvor. Damit ging die Einwohnerzahl in NRW erstmals seit 2011 im Vergleich zum Vorjahr zurück. Im Jahr 2020 starben in Nordrhein-Westfalen 44.275 Menschen mehr als im selben Zeitraum geboren wurden. Der positive Wanderungssaldo – es zogen 24.211 Personen mehr nach NRW als im selben Zeitraum das Land verließen – konnte die rückläufige Bevölkerungsentwicklung nicht ausgleichen.

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Die Bevölkerungsentwicklung verlief regional unterschiedlich: Im
Regierungsbezirk Arnsberg sank die Einwohnerzahl am stärksten (minus 0,3 Prozent), gefolgt von den Regierungsbezirken Düsseldorf, Detmold und Köln (je minus 0,1 Prozent). Im Regierungsbezirk Münster blieb die
Einwohnerzahl nahezu unverändert. Größte Stadt in NRW und viertgrößte Stadt Deutschlands bleibt Köln mit 1.083.498 Einwohnern, gefolgt von Düsseldorf (620.523), Dortmund (587.696) und Essen (582.415). Kleinste Gemeinde ist  Dahlem im Kreis Euskirchen mit 4301 Einwohnern. Der Altersdurchschnitt der Bevölkerung lag bei 44,3 Jahren (Frauen: 45,6 Jahren; Männer: 42,9 Jahren). „Jüngste” Gemeinde war Augustdorf im Kreis Lippe mit 38,8 Jahren, „älteste” Gemeinde war Bad Sassendorf im Kreis Soest mit 50,1 Jahren.