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Unternehmensinsolvenzen in Krefeld:Gläubiger fordern 35 Millionen Euro

Weniger Pleiten : Unternehmensinsolvenzen: Gläubiger fordern 35 Millionen Euro

Insgesamt ist die Zahl der Insolvenzen im vergangenen Jahr in der Stadt Krefeld um 6,7 Prozent auf 404 Fälle gesunken. 575 Arbeitsplätze waren davon betroffen.

Einen Rückgang der Zahl der Insolvenzen im vergangenen Jahr um sechs Prozent landesweit und 6,7 Prozent in Krefeld dürften die Statistiker des Landesamtes für Datenerhebung (IT.NRW) für 2020 sicherlich nicht noch einmal melden: Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie mit dem Coronavirus wird wahrscheinlich zahlreiche Freiberufler, Mittelständler und Privatleute finanziell in die Knie zwingen.

In 2019 sah die Bilanz hingegen für Krefeld besser aus als im Vergleichsjahr 2018: 404 Insolvenzen stehen in der Statistik. Davon entfallen 79 auf Unternehmen, 261 auf Verbraucher, 61 auf ehemals Selbstständige und drei so genannte andere Schuldner. 575 Arbeitsplätze waren von den Unternehmensinsolvenzen betroffen. Die Gläubiger stellten in den 79 Verfahren Forderungen in Höhe von gut 35 Millionen Euro. Rund 9,1 Millionen Euro Forderungen sahen sich die nicht zahlungsfähigen Verbraucher gegenüber, 5,7 Millionen Euro die ehemals Selbstständigen.

Während die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Krefeld um zwei von 77 auf 79 (plus 2,6 Prozent) gestiegen ist, sank sie bei den Privatinsolvenzen von 288 auf 261 (minus 9,4 Prozent). Bei den ehemals Selbstständigen blieb die Zahl mit 61 konstant.

Landesweit wurden im Jahr 2019 bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 25.198 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren das 6,0 Prozent weniger als 2018 (damals: 26.817 Fälle). Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen summierte sich 2019 auf 4,75 Milliarden Euro und lag damit um 0,5 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresergebnis (4,72 Milliarden Euro).

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen (einschließlich Einzelunternehmen, Freie Berufe und Kleingewerbe) ging gegenüber 2018 (damals: 5575) um vier Prozent zurück. Im Jahr 2019 stellten mit 5351 mehr als 200 Unternehmen weniger einen Antrag auf Insolvenzeröffnung als ein Jahr zuvor. In 3925 Fällen wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet; in 1426 Fällen wurde eine Eröffnung mangels Masse abgewiesen.