Unter dem Namen „Groove Connection!“ musizieren über 100 Drittklässler der Mosaikschule gemeinsam Samba

Musikförderung in Krefeld : Beim Band-Projekt lernen Grundschüler Samba

Unter dem Namen „Groove Connection!“ musizieren über 100 Drittklässler der Mosaikschule gemeinsam Samba.

Die Musikschule der Stadt Krefeld fördert mit ihren Musikvermittlungsprojekten für Krefelder Grundschulen und Förderschulen den Bezug von Kindern zur Musik. Das Percussion-Band-Projekt „Groove Connection!“ steht dabei für Musikalität und Gemeinschaft.

Mehr als 100 Kinder der Mosaikschule an der Felbelstraße und Hofstraße haben in diesem Schuljahr die Möglichkeit, zusammen mit Rasseln, Trommeln, Shakern, Glocken, Eimern und Sticks zu musizieren. Das Percussion-Band-Projekt ist gezielt an die Klassen der 3. Jahrgangsstufe gerichtet. „Das ist der späteste Zeitpunkt, aber auch absolut der richtige. Die Kinder sind offen für verschiedene Musikstile und motorisch und koordinativ weit genug“, sagt Roman Marreck, stellvertrender Leiter der Musikschule Krefeld.

25 Kinder der Klasse 3c führen stolz ihre einstudierten Rhythmen vor. Um den Takt zu behalten, machen sie abwechselnd einen Schritt nach rechts und nach links. Dazu wird laut gezählt. Pro Schlaginstrument gibt es kleine Zweier- oder Dreiergruppen, die abwechselnd an der Reihe sind, bevor sich die Klänge zu einer bunten Samba vereinen. „Die Kinder sind sehr diszipliniert“, sagt Instrumentalpädagoge Martin Lenniger. Zusammen mit Klassenlehrer Florian Tillmann bringt er den Schulkindern Grundlagen zu Rhythmus, Harmonik und Melodieführung bei.

Schulleiter Sebastian Braune freut sich über den fächerübergreifenden Mehrwert. Im Matheunterricht lernen die Kinder spielerisch und anschaulich, was eine Viertel- und eine Achtelnote ist. Im Sportunterricht lernen sie Bewegung und Musik gleichzeitig zu koordinieren. „Man merkt, wie die Kinder und ihr Umfeld die Musik aufsaugen und Erfolgserlebnisse feiern“ sagt Braune. Die Mosaikschule ist bereits zum zweiten Mal dabei und strebt eine langfristige Kooperation an.

Finanziert wurden die Instrumente durch Förderungsmittel des AWO Kreisverbands Krefeld, des Inner Wheel Clubs Krefeld und des Fördervereins der Musikschule. „Wir haben gezielt nach einer Schule gesucht, die Bedarf hat“, sagt Roman Marreck. Denn auch nach Projektende sollen die hochwertigen Instrumente weiter genutzt werden. Es wird noch weiter geplant: „Mit Bautrommeln könnten die Schüler ihre Instrumente selbst zusammenbauen und spielen“, erzählt Eva Teubig von Inner Wheel.

Ob bei schulinternen Feiern, beim Krefelder Rosenmontagszug oder beim großen Abschlusskonzert – die Kinder erleben auch richtige Konzertsituationen mit professionellem Ambiente, Licht- und Bühnenshow. Das Ganze ist für die Kinder kostenfrei. Das gibt die Möglichkeit, Talente zu finden und auch ganze Familien an die Musik heranzuführen. Beispiel aus der Praxis: „Beim Karneval konnten die Kinder ihren Eltern bereits stolz zeigen, was sie schon alles können“, sagt Marreck. Und auch Lenniger fügt hinzu: „Die Kinder haben erlebt, dass die Karnevalsstruktur fest mit der Musik verbunden ist.“

Mehr von RP ONLINE