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Krefeld: Unruhe bei Lanxess-Tochter Aliseca: Abzug aus Krefeld?

Krefeld : Unruhe bei Lanxess-Tochter Aliseca: Abzug aus Krefeld?

Unter den 200 Mitarbeitern geht die Sorge um ihre Jobs um. Lanxess will am 6. November sagen, was geschieht.

Für Krefeld geht es um 200 Arbeitsplätze, die in der Stadt bleiben - für die Mitarbeiter um die Frage, ob sie überhaupt ihre Jobs behalten: Bei Aliseca, einer Tochter des Chemiekonzerns Lanxess, geht die Befürchtung um, dass der Standort Krefeld aufgegeben oder stark ausgedünnt wird. Aliseca ist ein Dienstleister für Lanxess im Chempark: Er sichert mit Wartung, Inspektion, Instandsetzung und technischen Verbesserungen die Lanxess-Produktion. In Krefeld sind dort rund 200 Mitarbeiter beschäftig.

Hintergrund: Lanxess hat ein Programm angekündigt, mit dem es seine Wettbewerbsfähigkeit stärken will - Titel: "Let's Lanxess again". In der ersten Stufe "verschlankt das Unternehmen seine Geschäfts- und Verwaltungsstruktur durch die Konsolidierung einzelner Bereiche", teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Was das genau bedeutet, will Lanxess am 6. November der Öffentlichkeit vorstellen.

Fest steht bisher: "Lanxess fasst unter anderem die Group Functions Aliseca (ASC), Industrial & Environmental Affairs (IEA) sowie Innovation & Technology (INN) in der neuen Stabsfunktion Production, Technology, Safety & Environment (PTSE) zusammen", erklärte das Unternehmen. Die Neuorganisation trete zum 1. Januar 2015 in Kraft. Einige Instandhaltungsaufgaben würden künftig dezentral den Geschäftsbereichen zugeordnet. "So wird die Effizienz durch den Wegfall vieler Schnittstellen gesteigert." Weitere Details zur Neuausrichtung werde Lanxess im Rahmen eines "Medien- und Kapitalmarkttages" am 6. November bekannt geben.

Lanxess steckt mitten in einem massiven Umbauprozess. Unter Druck ist vor allem die Kautschuk-Sparte wegen globaler Überkapazitäten. Lanxess-Chef Matthias Zachert, der im Mai als Vorstandschef zu Lanxess kam, hat ein Sanierungsprogramm angekündigt und von einem "Tal der Tränen" gesprochen. Auch von Stellenstreichungen war die Rede.

2013 ging der Umsatz von Lanxess um acht Prozent auf 8,3 Milliarden Euro zurück, der Betriebsgewinn um 50 Prozent auf 624 Millionen. Der Konzernverlust betrug 159 Millionen Euro.

(vo)