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Unfallursache bei Siempelkamp in Krefeld war eine undichte Gießpfanne

Flüssiges Eisen ausgelaufen : Unfallursache bei Siempelkamp in Krefeld war eine undichte Gießpfanne

Das Amt für Arbeitsschutz der Bezirksregierung Düsseldorf ist in Krefeld und im Austausch mit Einsatzkräften und Ermittlern. Die Nachtschicht hatte ab 22 Uhr bereits mit Aufräumarbeiten in der Gießerei begonnen.

Siempelkamp fertigt in einer der größten Handformgießereien Deutschlands in Krefeld Großgussteile mit einem Gesamtgewicht von bis zu 320 Tonnen Stückgewicht. Bei einem Gießvorgang waren am frühen Dienstag Abend rund zehn bis 15 Tonnen flüssiges Eisen ausgetreten. Das heiße Eisen hat daraufhin in direkter Nähe in der Halle befindliche Arbeitsmaterialien und Werkzeuge, unter anderem auch einen Schaltschrank entzündet. Es habe zu keiner Zeit eine Gefahr für Umwelt und Anwohner bestanden, versicherte Siempelkamp in einer Stellungnahme am Mittwoch. Nach dem Auslaufen des glühenden Eisens haben Ermittler die Unglücksursache festgestellt. Nach derzeitigem Erkenntnisstand sei das Eisen aus einer undichten Gießpfanne ausgelaufen und habe den Brand ausgelöst, teilte die Bezirksregierung Düsseldorf am Mittwoch mit. Der Arbeitsschutz der Bezirksregierung sei vor Ort und im Austausch mit Einsatzkräften und Ermittlern.

Während der Gussarbeiten sei es gegen 18 Uhr auf dem Betriebsgelände der Siempelkamp Gießerei GmbH zu einem örtlich begrenzten Brandvorfall gekommen, so eine Sprecherin. Dieser sei von der Krefelder Feuerwehr umgehend unter Kontrolle gebracht worden. Weitere Auswirkungen über den direkten Brandort hinaus habe es nicht gegeben. Die Nachtschicht hatte ab 22 Uhr bereits mit Aufräumarbeiten begonnen.

Zwei Mitarbeiter der Siempelkamp Giesserei GmbH seien vorsorglich wegen des Verdachts der Rauchgasvergiftung in umliegende Krankenhäuser zur Beobachtung eingeliefert worden. „Ein Mitarbeiter hat das Krankenhaus bereits verlassen“, erklärte Dirk Howe, Sprecher der Geschäftsführung der Siempelkamp Gießerei GmbH gestern.

Die Zusammenarbeit mit den Behörden und das Krisenmanagement der Siempelkamp Gießerei GmbH hätten optimal funktioniert, urteilte die Unternehmensleitung. „Zwei Kranführer der Gießerei konnten sich über die vorgeschriebenen Fluchtwege selbstständig auf das Dach der Halle begeben, das sie dann über eine Drehleiter der Krefelder Feuerwehr verlassen konnten“, so die Sprecherin. 

(sti)