Kr Wie Krefeld: Über Willkommenskultur

Kr Wie Krefeld: Über Willkommenskultur

Im Rathaus ist erstmals von "Willkommenskultur" die Rede. Geübt wird im neuen "Fachbereich Migration und Integration". Aber das kann ja wohl nur ein Anfang sein.

Im Rathaus wird ein neues Amt gegründet - und Vielversprechendes ist zu lesen: Die Angelegenheiten dort werden künftig aus einer Hand mit der "Ausrichtung auf eine Willkommens- und Dienstleistungsbehörde" erfolgen. Donnerwetter. Gut, der Anfang für diese Willkommenskultur wird zunächst im neuen Ausländeramt gemacht, das künftig "Fachbereich Migration und Integration" heißt und alle Obliegenheiten aus diesem Bereich bündelt. Freilich kann das nur ein Anfang sein.

Man stelle sich den gleichen Ansatz im Bauamt vor. Willkommenskultur für alle Bauwilligen. Oder Willkommenskultur für Leute wie den Inrather Bürgervereinsvorsitzenden Rolf Hirschegger, der versucht, den Inrather Martinszug zu retten und dem jüngst im Rathaus der Kragen platzte, weil er von Hü nach Hott geschickt wurde. Das Ordnungsamt verwies ihn in Sachen Zugweg an den Fachbereich Grünflächen, woraufhin Hirschegger dem Ordnungsamt mitteilte, dass er die Antwort vom Fachbereich Ordnung erwarte. Denn der stehe in Verbindung mit der Polizei, die den geplanten Zugweg untersagt habe. Nun, künftige Dialoge im Ordnungsamt werden wohl so aussehen: "Willkommen, Herr Hirschegger, Sie wollen den Martinszug für Inrath retten? Das finden wir großartig! Nehmen Sie Platz, wir müssen nur drei, vier Telefonate führen - läuft!"

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Willkommenskultur könnte man auch samstags in Uerdingen zu Marktzeiten walten lassen, wenn zahlreiche Marktbesucher mit Knöllchen beglückt werden. Ein Weg des Willkommens wäre, einfach mal nicht zu kontrollieren. Wetten - nix würde passieren, außer dass die Stadt weniger Geld kassiert.

Willkommenskultur im Rathaus - das wird richtig gut, wenn dieser Geist, ausgehend vom Amt für Integration, alle Abteilungen erreicht.

(RP)
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