UdU in Krefeld: Uhr-Wahrzeichen wird wieder aufgebaut

Wahrzeichen in Krefeld : Zerstörte UdU-Uhr soll wieder aufgebaut werden

Am Wochenende wurde die berühmte Udu-Uhr in Krefeld von einem Taxi über den Haufen gefahren - ein Wahrzeichen der Stadt liegt in Trümmern. Jetzt soll die Uhr wieder aufgebaut werden.

Ein Wahrzeichen Krefelds steht nicht mehr: Die Uhr am Ostwall gegenüber der Haltestelle Rheinstraße ist in der Nacht zu Sonntag umgefahren worden. Die Trümmer liegen, von Plastikgeländern gesichert, am Ort. Wie es zu dem Unfall kam, ist laut Polizei noch nicht geklärt. Da kein Mensch verletzt wurde und nur Sachschaden entstand, hatte der Unfall für die Polizei am Wochenende keine hohe Priorität. Bekannt ist nur soviel, dass ein Taxi die Uhr umgefahren haben soll.

Die Uhr soll aber wieder aufgebaut werden. Dies erklärte ein Stadtsprecher auf Nachfrage am Montag. Wie die Westdeutsche Zeitung berichtet, machen sich inzwischen auch Politiker für den Wiederaufbau der Uhr stark. Der CDU-Fraktionschef Philibert Reuters wirbt demnach dafür, dass die Stadtverwaltung die Uhr möglichst schnell reparieren lässt. Dies könne sogar „aus laufenden Mitteln des Haushalts erfolgen“, heißt es. Auch die städtische SPD-Fraktion ist für eine schnelle Instandsetzung. Derzeit lagert die Uhr bei den Stadtwerken und soll in den nächsten Tagen von Experten begutachtet werden.

UdU (Abkürzung für „Unter der Uhr“) war seit den 70er Jahren der wichtigste Treffpunkt für Jugendliche in Krefeld. Vor allem zu Zeiten, als es noch Samstagsunterricht in den Schulen gab, versammelten sich dort samstags ab etwa halb zwölf Hunderte Jugendliche und sorgten mit ihren Fahrrädern regelmäßig für Verkehrsprobleme. Mehrfach versuchte die Polizei Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre, mit Fahrrad-Abschleppaktionen die Lage zu entschärfen und Jugendlich von diesem Versammlungsort abzuschrecken - vergeblich. Auch die Hoffnung, dass sich der Theaterplatz zum Jugendtreff mit reichlich Platz entwickeln würde, erfüllte sich nicht. Die Einfallschneise in die City lag nun mal UdU; zudem gab es in der Nähe beliebte Kneipen.

(vo)
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