1. NRW
  2. Städte
  3. Krefeld

Trio Image begeistert mit Dvoraks lKaviertrio in der Serenade auf Burg Linn in Krefeld

Konzerte in Krefeld : Herrliches Dvorak-Klaviertrio begeistert

Sein Werk „Peperikoana“ hat der 1976 geborene bulgarische Komponist Marek Diakov dem Trio Image gewidmet. Es war nicht die einzige Klangperle, die das Publikum auf Burg Linn erlebte.

Langzeitplanung ist gut, sofern Flexibilität nicht ausgeschlossen wird. So war es auch bei der Serenade in Burg Linn zu erfahren. Das Trio Image, zum dritten Mal erfolgreich in Krefeld zu Gast, hatte vor einem Jahr ordnungsgemäß sein Programm fürs Konzert eingereicht. Dann kam für die Musiker eine CD-Aufnahme dazwischen, und es lag nahe, die Werke von Einspielung und Konzert zu koordinieren. Aber bei der einen Änderung blieb es nicht, kurzfristig gab es ein anderes CD-Programm als geplant. Da musste das Programm fürs Konzert noch einmal geändert werden.

Wie Thomas Kaufmann, der Cellist des Trios, dankbar versicherte, nahmen die Krefelder Programmplaner alle Änderungen mit stoischer Gelassenheit auf. Und das war gut so. Zwar weiß man nicht, was man versäumt hat, umso besser aber, was man gehört hat. Und daran war nichts auszusetzen. Die Werke waren interessant, und gespielt wurden sie ausgezeichnet.

Kaufmann, Gergana Gergova (Violine) und Pavlin Nechev (Klavier) begannen mit „Peperikoana“, einem Werk, das der 1976 geborene bulgarische Komponist Marek Diakov dem Trio gewidmet hat. Die Musik entwickelt sich aus einem kleinen Motiv und bezieht aus der bulgarischen Folklore eine romantisch-melancholische Grundfärbung. Die brachte das Trio vorzüglich zum Ausdruck. Noch romantischer wurde es bei den folgenden Werken, bei denen alle drei Spieler ihren Sinn fürs Melodische und Empfindsame unter Beweis stellten. Mit großer Eleganz erklang das Klaviertrio von Siegfried Fall, ein unbekanntes Werk, das dem Trio bei einer Internet-Recherche zufällig auffiel. Mit viel Fingerspitzengefühl wurde der richtige Ton getroffen, eine charmante Mischung aus Wiener Salon und slawischem Temperament.

Dramatische Akzente, auch bei den leisen Tönen, dazu gesangliche und tänzerische Elemente kamen in Antonin Dvoráks f-Moll-Klavier-Trio voll zu ihrem Recht. Lebendig erklang der originelle Beginn des Werkes, herrlich die Kantilenen im langsamen Satz. Den letzten Satz zerlegt der Komponist in viele Abschnitte. Schwungvoll und locker klangen die tänzerischen Partien. Aus Dvoráks bekannterem Dumky-Trio hörten die begeisterten Zuhörer als Zugabe abschließend noch den dritten Satz.