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Krefeld: Trickbetrüger wollen Rauchmelder prüfen

Krefeld : Trickbetrüger wollen Rauchmelder prüfen

"Die Täter wollen nur in die Wohnung und geben sich als Feuerwehrleute aus", warnt die Polizei.

Trickbetrüger sind in Krefeld mit einer neuen Masche unterwegs: Die Täter geben sich als Rauchmelder-Kontrolleure aus und behaupten, die Installation der Geräte überprüfen zu müssen. "Dabei wollen die Unbekannten nur in die Häuser", warnt die Polizei und erklärt: "Es werden keine Kontrollen der Rauchmelderpflicht von der Feuerwehr Krefeld durchgeführt." Die Polizei rät: Im Zweifel die Polizei oder die Feuerwehr anrufen und keine Fremden in die Wohnung lassen.

Noch einmal erinnert die Feuerwehr in diesem Zusammenhang an die seit dem 1. Januar 2017 vorgeschriebene Einbaupflicht von Rauchmeldern in bestehenden Wohnungen. Vor allen zur Schlafenszeit ist ein Brand in der Wohnung besonders tückisch. "Es ist in erster Linie nicht das Feuer, sondern der Rauch, der unbemerkt in die Räume zieht und zur tödlichen Falle wird", warnte Christoph Manten, bei der Feuerwehr unter anderem für die Gefahrenabwehr zuständig, bereits vor einigen Wochen. "Im Schlaf nehmen die Betroffenen die Rauchentwicklung nicht wahr. Davor sollen Melder mit ihrem akustischen Signal schützen." In Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren ist ab sofort mindestens ein Rauchmelder Pflicht. Dabei sind alle standardisierten Rauchmelder mit einer CE-Kennzeichnung und der Angabe "EN 14604" in Deutschland ausreichend. Für den Einbau der kleinen Lebensretter ist - seit Januar - der Eigentümer der Wohnung verantwortlich, für die Wartung ist dann in der Regel der Mieter zuständig. Das bedeutet, dass der Rauchwarnmelder regelmäßig auf seine Funktionsfähigkeit geprüft werden muss.

Bei Wohnungsbränden entsteht ein sehr giftiges Rauchgemisch, das Kohlenmonoxid und Cyanid enthält. Die nach einem Wohnungsbrand zu beklagenden Opfer sind meist nicht an den Folgen der Verbrennung, sondern an einer Rauchgasvergiftung gestorben. 600 "Brandtote" gab es bundesweit im vergangenen Jahr, ein Fall ereignete sich Anfang Mai 2016 in Krefeld. Betroffen war eine Person in einem Mehrfamilienhaus an der St.-Anton-Straße. Der Dachstuhl stand morgens gegen 3.40 Uhr beim Eintreffen der Rettungskräfte bereits in Flammen. 23 Männer und Frauen hatten sich aus eigener Kraft aus dem Gebäude retten können.

(RP)