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Krefeld: Trauer um SWK-Chef Martin Cirener

Krefeld : Trauer um SWK-Chef Martin Cirener

Nach langer schwerer Krebserkrankung ist am Montag Martin Cirener, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Krefeld, im Alter von 50 Jahren gestorben. Er hinterlässt Ehefrau, Sohn (14) und Tochter (12), mit denen er im Krefelder Stadtteil Bockum lebte. Cirener hat den Krefelder Stadtwerken in sieben Jahren seinen Stempel aufgedrückt, trotz seiner schweren Krankheit unermüdlich für das Unternehmen gekämpft und zeigte sich noch vor wenigen Wochen bei öffentlichen SWK-Presseterminen. Er hat die SWK zu einem der erfolgreichsten Stadtwerke in Deutschland gemacht – neue Straßenbahnen, erfolgreiche Behauptung am Strommarkt, Ausbau der regenerativen Energien, EGN-Übernahme.

Die Stimme des parteilosen SWK-Chefs hatte in Krefeld auch in der Politik Gewicht. Oberbürgermeister Gregor Kathstede sagte gestern: "Ich trauere um einen großen Menschen und bin mit dem ganzen Herzen bei der Familie." SWK-Aufsichtsratschef Ulrich Hahnen zeigte sich ebenfalls bestürzt: "Es ist eine menschliche Tragödie, wenn jemand so früh sterben muss. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie."

Martin Cirener war seit dem 1. Juli 2004 Mitglied des SWK-Vorstands und wurde 2006 zum Vorstandsvorsitzenden gewählt. In Krefeld arbeitete Cirener zunächst im Vorstand mit Dr. Dieter Steinkamp (heute Vorstandsvorsitzender bei Rheinenergie). Cirener war als Sprecher des Vorstandes, zuständig für die Bereiche Energie und Aqua, Steinkamp mit dem Aufgabengebiet SWK Mobil und Entsorgung betraut. Beide wurden 2004 aus 250 Bewerbern ausgewählt. Zuvor studierte Martin Cirener von 1981 bis 1987 an der Technischen Universität Claustahl, danach war er für die Salzgitter GmbH (1987 bis 1988), Feldmühle AG (1988 bis 1990), Jagenberg AG (1991 bis 1992), als Hauptabteilungsleiter Marketing und Vertrieb sowie als Geschäftsführer bei der Gelsenwasser AG (1992 bis 2001) und als Geschäftsführer der Stadtwerke Trier (2001 bis 2004) tätig.

(RP)