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Tölke&Fischer in Krefeld investieren in Ford und Volvo

Wirtschaft in Krefeld : Tölke und Fischer investieren in Ford und Volvo

Das Autohaus Tölke & Fischer investiert weiter in den Standort Krefeld: Am kommenden Montag eröffnet das Familienunternehmen einen Ford-Store und im kommenden Jahr ein Volvo-Zentrum. Die Gruppe leitet auch einen Strategiewechsel im Marketing ein: Das Tochterunternehmen Link geht zukünftig in der Marke Tölke & Fischer auf.

Krefelds Automeile nimmt immer mehr Gestalt an. Das Besondere: Sie ist fast zwei Meilen lang und erstreckt sich von der Untergath 179 bis zur Gladbacher Straße 471. Oder anders gesagt: vom neuen Ford-Store, der am kommenden Montag eröffnet wird, bis hin zum Audi-Zentrum auf dem früheren TAG-Gelände der Kleinewefers-Gruppe. Auf dem 3100 Meter langen Straßenabschnitt firmiert die Tölke & Fischer Gruppe mit modernen Zentren für die Marken Audi, Volkswagen, Ford und Kia. Im nächsten Jahr kommt noch ein neuer Standort für Volvo hinzu. Viereinhalb Jahre lang haben Markus Tölke und Geschäftsführer Ulrich Kiffe mit den Eigentümern des früheren Jaguar-Autohauses an der Ecke Heideck- und Gladbacher Straße verhandelt. Seit geraumer Zeit ist der Grundstückserwerb in trockenen Tüchern. Der Abriss der alten Gebäude ist bereits erfolgt. Alle Genehmigungen für das neue Volvo-Zentrum liegen vor, versicherten die beiden am Montag bei der Vorstellung des Ford-Stores einige hundert Meter von der Volvo-Baustelle entfernt.

„Ford-Store“ dürften sich nur die Premium-Händler der Automarke nennen, informierte Kiffe. Mit der Kombination Personenkraftwagen (Pkw) und Nutzfahrzeuge (Nfz)  sei der Krefelder Ford-Store bundesweit einzigartig, betonte der Geschäftsführer gestern. In nur vier Monaten sei der frühere Audi-Standort zur neuen Ford-Plattform umgebaut worden. Auf 11.000 Quadratmetern steht eine 1250 Quadratmeter große Ausstellungshalle, in der die nach Modellen sortierten Neufahrzeuge verglichen werden können. Hinzu kommen Flächen für Gebraucht- und Nutzfahrzeuge (zum Teil auf weiteren 4500 Quadratmetern extern gelagert). Die Werkstatt mit neun Pkw-Bühnen und vier Nfz-Bühnen ist 1400 Quadratmeter groß. Dort arbeiten mehr als 50 Mitarbeiter, weitere sowohl im technischen als auch im kaufmännischen Bereich sollen hinzu kommen.

Mit den neuen Standorten für Ford und Volvo rückt Tölke & Fischer mehr ins Blickfeld. Der alte Standort an der Heideckstraße in der Nähe des Friedhofs ist im Vergleich eher versteckt. Die tolle Lage an der Untergath habe Ford sogar  die Kröte schlucken lassen,  dass die Ausstellungshalle die typische Hangar-Optik von Audi ausstrahle. Ähnliches treffe auf den neuen Volvo-Standort zu. Die stadtbekannte  Lage wiege den  Nachteil, dass die Fläche mit 3600 Quadratmetern eher klein sei, mehr als auf, sagte Tölke gestern. Die demnächst komplett frei werdende Fläche an der Heideckstraße werde dann zum VW-Nutzfahrzeug-Standort. Tölke & Fischer glauben an ihr Konzept und stellen sich dem starken Wettbewerb in der Branche. „Es wird in den kommenden fünf Jahren sicher zu einer Ausdünnung kommen“, sagte Tölke gestern.

Die alten Jaguar-Hallen sind abgerissen: An der Gladbacher Straße 405 entsteht das neue Volvo-Zentrum von Tölke & Fischer. Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Auch im Marketing will das familiengeführte Unternehmen neue Wege gehen. Die seit 1952 zur Gruppe gehörende Tochtergesellschaft Autohaus Link soll komplett in der Marke Tölke & Fischer aufgehen. Die neue Firmierung lautet Tölke & Fischer Auto Link GmbH & Co KG. Zur Höhe der Investitionen machten Tölke und Kiffe keine Angaben.