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Protokoll der Polizeikonferenz in Krefeld: Tierquälerin (17) gesteht - das Motiv liegt im Dunkeln

Protokoll der Polizeikonferenz in Krefeld : Tierquälerin (17) gesteht - das Motiv liegt im Dunkeln

Die Tiertötungen und -quälereien in Krefeld und Moers sind aufgeklärt: Eine 17-Jährige hat gestanden, ein Schaf und ein Pony geköpft zu haben. Auf ihrem Handy wurde ein Foto gefunden, das auch auf dem Bekennerschreiben war. Sie gilt als Täterin, die alleine gehandelt hat. Das Protokoll der Pressekonferenz, auf der die Polizei weitere Details enthüllt hat.

Wochenlang fahndete eine eigens für die Fälle eingerichtete Sonderkommission nach dem Tierquäler, der einen Schafsbock und ein Pony geköpft hat und weitere Tiere schwer misshandelte. In der vergangenen Woche konnte die Polizei einen Durchbruch verzeichnen: Eine 17-Jährige gestand die Taten zum Teil, unter anderem wurde der Kopf des enthaupteten Schafes gefunden.

+++11.44 Uhr: Die Polizei weist darauf hin, dass sie noch nicht alle Fakten zu den Fällen von Tierquälerei veröffentlichen kann: "Wir haben noch ein laufendes Verfahren". In den Fällen der geköpften Tiere gilt die 17-Jährige für die Ermittler als Täterin, sie hat diese Taten gestanden. Im Falle der Misshandlungen weiterer Tiere wird noch ermittelt.

+++11.43 Uhr: Zur Frage, ob das Mädchen in der Nachbarschaft wohnt oder nach der blutigen Tat Kleider zum Wechseln dabei hatte, äußert sich die Polizei nicht.

+++11.41 Uhr: Nach dieser letzten Tat wurde die 17-Jährige erstmals als Beschuldigte vernommen. Es sei jedoch nie eine Person als möglicher Täter ausgeschlossen worden. Allzu überraschend sei es für die Ermittler nicht gewesen, als sich die 17-Jährige als mutmaßliche Täterin entpuppte.

+++11.38 Uhr: So zog sich das Netz über der jungen Frau zu: Die Vernehmung der Zeugen, bei denen sich die 17-Jährige verdächtig machte, hatte am 7. Juni stattgefunden. Der Teenager galt zunächst nur als Zeuge. Am 13.Juni wurde dann das nächste Tier gefunden - diesmal hatte es schwer verletzt mit Stichwunden im Hals überlebt.

+++11.35 Uhr: Derzeit werden noch weitere Spuren ausgewertet und geprüft. Wann es Ergebnisse gibt, ist unklar: "Mann muss aber sagen, dass Kapitalverbrechen eine höhere Priorität haben", erklärt Wolfgang Weidner.

+++11.34 Uhr: Der Staatsanwalt sagt, es geben keine Hinweise darauf, dass es weitere Taten geben wird.

++++11.32 Uhr: Die Eltern des Mädchens seien von den Taten absolut geschockt gewesen.

+++11.31 Uhr: Die mutmaßliche Täterin ist deswegen wieder auf freiem Fuß, weil sie zunächst nicht mehr anonym ist und keine Wiederholungsgefahr besteht. Sie lebt in intakten sozialen Strukturen, so der Staatsanwalt Stahl.

+++11.30 Uhr: Die junge Frau kooperiert mit den Ermittlern, derzeit wird ein psychologisches Gutachten eingeholt.

+++11.28 Uhr: Über die Beweggründe für die grausamen Taten rätseln auch die Ermittler noch.

++++11.26 Uhr: Die Ermittler präzisieren nochmal: Die junge Frau wurde letztendlich überführt, da auf ihrem Handy ein Bild war, das auch auf dem zweiten Bekennerschreiben abgedruckt war. Zuvor sei sie durch Zeugenaussagen in den Mittelpunkt der Ermittlungen gerückt, die 17-Jährige war am Tatort gesehen worden.

+++11.24 Uhr: Es gibt laut der Ermittler keinen Zusammenhang mit dem ersten festgenommenen Mann. Die beiden kennen sich nicht, es gibt keine Verbindung. Die Experten gehen von der Frau als Einzeltäterin aus.

+++11.22 Uhr: Laut Staatsanwalt Axel Stahl wird der 17-Jährigen nun ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorgeworfen. Bei Erwachsenen ginge es dabei um eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Aber da die junge Frau minderjährig ist und der erzieherische Aspekt im Vordergrund stehen muss, soll versucht werden "sie auf den rechten Weg zurückzuführen".

+++11.20 Uhr: Die junge Frau ging laut der Ermittler vorsichtig vor, verhielt sich aber auch höchst risikofreudig: Sie kehrte immer wieder an die Tatorte zurück.

+++11.15 Uhr: Sie sagte laut Polizei zunächst, dass sie die Tiere bereits tot gefunden und dann die Köpfe abgetrennt habe. Das entpuppte sich schnell als Ausrede. Auf dem Handy der 17-Jährigen entdeckte man schließlich ein Foto vom Tierquäler-Schreiben. Der Zettel war auf dem Kadaver des Ponys gefunden worden.

+++11.14 Uhr: Die 17-Jährige rückte danach durch Zeugenaussagen ins Visier der Ermittler. Sie entpuppte sich schließlich als mutmaßliche Täterin.

+++11.13 Uhr: Der vermeintliche erste Täter war auch am Tatort von einem Zeugen gesehen worden. Daraufhin erfolgte die Festnahme, so Daniel.

+++11.10 Uhr: Am 6. Juni wurde Zwerg-Pony Sindbad getötet und ebenfalls enthauptet. Das Tier wurde an einer Straße gefunden.

+++11.09 Uhr: Im Mai 2013 ist Schafbock "Piet" auf dem Kinder-Bauerhof "Mallewupp" geköpft worden. Eine Mitarbeiterin fand das getötete Tier, der Kopf war unauffindbar.

+++11.08 Uhr: Daniel nennt chronologisch die Abfolge der Taten.

+++11.07 Uhr: Markus Daniel, der die Ermittlungen leitet, sagt: " Mein Dank gilt den Bürgern". Die vielen Hinweise aus der Bevölkerung hätten sehr zur Klärung der Fälle beigetragen. Er dankte auch den Beamten, die viele Überstunden geleistet hätten, sowie der Staatsanwaltschaft.

+++11.05 Uhr: Die junge Frau steht noch unter dem Jugendstrafgesetzt, heißt es in der Pressekonferenz

+++11.04 Uhr: Die Krefelderin, die als Verdächtige gilt, hatte bereits gestanden, das Schaf geköpft zu haben.

+++11.01 Uhr: Zunächst wird nochmal der Hintergrund erklärt.

+++10.57 Uhr. Vor der Pressekonferenz gibt es bereits eine Protestaktion von Tierschützern vor dem Polizeipräsidium. Sie fordern, das Tiere vor dem Ggesetz nicht als Sache angesehen werden sollen und Tierquäler stärker bestraft werden. Der Andrang der Medien ist enorm.

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