Tiertötungen in Krefeld und Moers: Tierquälerei: Verdächtige Person ist noch minderjährig

Tiertötungen in Krefeld und Moers : Tierquälerei: Verdächtige Person ist noch minderjährig

Bei dem unheimlichen Tierquäler von Krefeld und Moers soll es sich um eine minderjährige Person handeln. Sie soll für den geköpften Schafbock auf dem Kinder-Bauernhof "Mallewupp", ein getötetes Pony und drei weitere schwer verletzte Tiere verantwortlich sein.

Das berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Die Person habe die grausige Serie vermutlich alleine begangen. Einzelheiten wollen die Ermittler am kommenden Dienstag bekanntgeben.

Der Tatverdacht gegen einen zunächst festgenommenen Mann aus Krefeld habe sich laut Polizei weiter abgeschwächt. Er wurde freigelassen. Im Zuge dieser Ermittlungen gab es jedoch Hinweise auf einen zweiten Täter, zu dessen Geschlecht die Polizei keine Angaben macht.

Diese Person hat bereits ein Teilgeständnis abgelegt. Der Verdächtige zeigte der Polizei auch den zuvor nicht auffindbaren Schafkopf und soll das Tier auch getötet haben. Details gab die Polizei nicht bekannt; weder zu dem neuen Tatverdächtigen noch zum Fundort des Kopfes.

Staatsanwaltschaft und Polizei Krefeld teilten indes mit, dass von dem Tatverdächtigen aktuell keine weitere Gefahr für Tiere zu befürchten ist. Die minderjährige Person befindet sich in der Obhut der Familie. Zudem seien städtische Dienststellen zur Überwachung eingeschaltet, teilte Wofgang Weidner, Sprecher der Polizei in Krefeld, mit.

Mit den Taten hatte sich die Person in Bekennerbriefen gebrüstet, die mit "Euer Tierquäler" gezeichnet waren. Die Taten hatten Experten alarmiert. Tierquälereien gelten als Anzeichen für eine sadistische Persönlichkeit.

Eine abschließende Bewertung und eine Bestätigung des Tatverdachts können erst mit den Ergebnissen der labortechnischen Auswertung von gesicherten Spuren erfolgen, sagte Weidner. Einzelheiten wollen die Ermittler am kommenden Dienstag bekanntgeben.

Seit Mittwoch organisieren Pferdebesitzer am Niederrhein wieder Wachen und überlegen, wie sie ihre Tiere schützen können.

(ots/ape/top)
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