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Theater Krefeld zeigt "Des Kaisers neue Kleider" als Weihnachtsmärchen

Weihnachtsmärchen in Krefeld : Theater zeigt „Des Kaisers neue Kleider“

Das Weihnachtsmärchen im Stadttheater hat Samstag Premiere. Bruno Winzen erzählt eine Geschichte mit Musik nach Hans Christian Andersen. Er erklärt, warum das Märchen nach 150 Jahren topaktuell ist - und zutiefst optimistisch.

Es geht um Eitelkeit, um Sein und Schein und um eine große Blamage: Hans Christian Andersens Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ - und die Verfilmung von David Ungureit sind Grundlage für  Bruno Winzen. Der Regisseur und Schauspieler hat das Weihnachtsmärchen fürs Stadttheater inszeniert. Am Samstag, 30. Oktober, ist Premiere.

Held der Geschichte ist der junge Jacó. Der hat zwar kein Geld, aber immer gute Laune.  Er kommt in ein fremdes Land, und ihm fällt auf: Alle Menschen hier sind bettelarm und leiden Not. Nur Kaiser Friedhelm der Fesche  kann sagenhafte Reichtümer für seine Garderobe ausgeben. Das stößt Jacó  bitter auf. Aber er hat eine Idee. Er gibt vor, der beste Weber der Welt zu sein. Tatsächlich wird er zum Kaiser vorgelassen. Dem eitlen Monarchen verspricht er, er werde für dessen  Geburtstagsfest einzigartige und prächtige Kleider schneidern. Und das Besondere: Für jeden, der unverzeihlich dumm oder seines Amtes nicht würdig sei, würden diese Gewänder unsichtbar bleiben. Ein großartiger Coup, den Jacó mit Hilfe der Schneiderin umsetzt.

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Auch als bei Hofe erste Zweifel an Jacó und seinen Künsten aufkommen, kann der pfififige Schneider sie zerstreuen. Doch dann kommt der Tag der Wahrheit - für den Kaiser und für seine Bürgersleute.

Das 150 Jahre alte Märchen findet Winzen immer noch aktuell. „Weil Eitelkeit, Selbstüberschätzung, Unaufrichtigkeit, Verlogenheit und Intrigen auch heute noch bei hochgestellten Persönlichkeiten vorkommen, und das in diesem Märchen auf tolle und witzige Art erzählt wird“, sagt der Regisseur. „Auch das Happy End gefällt mir, weil man die Hoffnung und den Glauben an das Gute im Menschen nie aufgeben sollte.“

Mit dem „Sängerkrieg der Heidehasen“ hatte Winzen schon in der Vor-Corona-Zeit einen Weihanchtsmärchen-Publikumserfolg inszeniert. Musik spielt auch beim „Kaiser“ eine  wichtige Rolle. Julia Klomfaß hat sie während der Proben komponiert. Als  „Eine-Frau-Orchester“ wird sie live jede Vorstellung mit Musik begleiten. „Weil sie immer mit auf der Bühne ist, sieht sie alles, was gespielt wird und kann wie eine Geräuschemacherin Klänge und Töne, manchmal wie in einem Trickfilm, spontan hinzufügen. Das bereichert die Inszenierung sehr“, sagt Winzen.

 Das wichtigste Moment im Andersen-Märchen ist für den Regisseur „Optimismus! Ich fände es toll, wenn man hoffnungsfroh und gutgelaunt aus dem Theater geht. Alles andere ergibt sich daraus“.

Seine Inszenierung eignet sich für Kinder ab fünf Jahre - und ihre Familien. Der Vorverkauf läuft. Die Karten sind sehr begehrt - und im Theater gibt es derzeit wegen der Corona-Regelung im Haus keine volle Platzauslastung.

Tipp: Die Vorweihnachtszeit nutzen auch viele Schulen, um mit ihren Klassen unter der Woche ins Theater zu gehen. Oft sind für diese Vorstellungen aber auch kleinere Kontingente offen. Wer keine Karten für die Familienvorstellungen bekommt, sollte nach dieser Alternative fragen.

Premiere: Samstag, 30. Oktober, 15 Uhr.   Tickets sind unter 02151 805125 oder auf www.theater-kr-mg.de erhältlich.