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Krefeld: TBC-Alarm in Flüchtlingsunterkunft

Krefeld : TBC-Alarm in Flüchtlingsunterkunft

Die Stadt meldet einen Lungentuberkulosefall in der Unterkunft Glockenspitzhalle.

In der Notaufnahmeeinrichtung Glockenspitzhalle hat es einen Fall von Tuberkulose (TBC) gegeben: Wie die Krefelder Stadtverwaltung gestern mitteilte, ist ein in der Landeseinrichtung untergebrachter 27-jähriger Flüchtling an offener Lungentuberkulose erkrankt. Er wird jetzt in einer Lungenklinik stationär behandelt. Tuberkulose ist eine von einem Bakterium hervorgerufene Infektionskrankheit. Unbehandelt führt TBC bei der Hälfte aller Patienten in weniger als zwei Jahren zum Tod. TBC ist nach HIV / Aids weltweit die am häufigsten zum Tode führende Infektionskrankheit. Aufgefallen ist die Krankheit bei der Untersuchung durch die Amtsärzte, wie Stadtsprecherin Angelika Peters auf Anfrage mitteilte. Routinemäßig würden alle Flüchtlinge untersucht. Dabei hätte sich in einem Fall der TBC-Verdacht bei dem Flüchtling bestätigt. Der 27-jährige Mann war am 23. Oktober in der Flüchtlingsunterkunft angekommen. Weitere Verdachtsfälle beziehungsweise TBC-Erkrankungen gibt es laut Stadt in der Glockenspitzhalle bisher nicht.

Die Kontaktpersonen des Erkrankten würden jetzt durch den Fachbereich Gesundheit ermittelt. "Je nach Form des Kontaktes zum Patienten wird entschieden, ob bei diesen Personen eine Tuberkulosediagnostik und weitere Überwachung erforderlich ist", so die Stadt.

(sep)