Krefeld: Straßenstrich: Stadt vergittert Grundstücke

Krefeld : Straßenstrich: Stadt vergittert Grundstücke

Die Stadt hat konkretisiert, welche Maßnahmen sie ergriffen hat, um das Problem der Straßenprostitution an der Neuen Ritterstraße in Diessem zu bekämpfen.

Konkret wurden laut Stadtsprecher Manuel Kölker Abgitterungen beseitigt oder verschlossen, Zufahrten in städtischer Verantwortung vergittert, die Reinigungen intensiviert und der Einsatz des Kommunalen Ordnungsdienstes verstärkt.

Unsere Redaktion hatte vom neu entstandenen Straßenstrich an der Neuen Ritterstraße berichtet, an der Ende vergangenen Jahres mehrere Prostituierte aus den Balkanstaaten ihren Dienst anboten.

Anwohner der Neuen Ritterstraße, an der hauptsächlich Gewerbebetriebe liegen, haben dagegen protestiert und berichteten, dass die städtischen Maßnahmen offenbar erste Früchte tragen.

So hätten in den vergangenen Tagen trotz wärmerer Temperaturen nur noch zwei bis drei Prostituierte abends an der Straße gestanden. Die Anwohner fürchten aber, dass dies nur ein vorübergehender Effekt ist. "Wir wollen, dass die Prostituierten dauerhaft verschwinden."

Zum Runden Tisch "Straßenstrich" in der vergangenen Woche in der Fabrik Heeder sind offenbar nicht alle Anwohner eingeladen worden. Eine Anwohnerin, mit der unsere Redaktion am Montag sprach, hatte von dem Termin in der Fabrik Heeder keine Benachrichtigung erhalten; auch andere Nachbarn seien nicht informiert worden, sagte sie.

Stattdessen, so teilte die Stadt mit, seien ausgewählte Bürger für den Bezirk eingeladen worden. Die Stadt hatte dort mitgeteilt, dass konkrete Maßnahmen in Angriff genommen werden.

Zusätzlich haben die Stadtwerke ein SWK-eigenes Grundstück stärker beleuchtet und die Polizei kontrolliert. Hinweise darauf, dass sich der Straßenstrich in einen anderen Stadtteil verlagert hat, lägen bisher nicht vor, betonte die Polizei auf Anfrage.

(jco/top)
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