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Krefeld: "Stormchaser" auf der Jagd in Krefeld

Krefeld : "Stormchaser" auf der Jagd in Krefeld

Die Sturmsaison am Niederrhein hat begonnen. Seit Mitte April sind die drei "Stormchaser" Patrick Thomas, Patrick Tennberken und Bastian Königs rund um Krefeld unterwegs; immer auf der Suche nach spektakulären Wetterphänomenen.

Am vergangenen Wochenende waren die Stormchaser einem Gewitter in Fischeln auf der Spur. Am Freitag hatten die Wetterexperten den ganzen Tag auf das Gewitter gewartet, das sich schließlich langsam in dicken schwarzen Wolken über die Stadt schob. Schon am Tag zuvor hatten der Deutsche Wetterdienst eine Vorwarnung vor Gewittern herausgegeben. Doch als sie die dunklen Wolken sahen, war ihnen klar: "Wir fahren raus!"

Zur Ausstattung der Stormchaser gehören Fotoapparate, Videokameras, Windmesser und eine mobile Wetterstation, die auf dem Autodach montiert werden kann. Die jungen Männer aus Krefeld und Kempen wollen Stürme nämlich nicht nur fotografieren und filmen, sondern auch durch das Sammeln von Wetterdaten dokumentieren. Dadurch wollen die Experten Rückschlüsse auf andere Wettersituationen ziehen, um so meteorologische Phänomene noch besser zu verstehen.

Den Stormchasern ist es besonders wichtig, nicht mit Katastrophentouristen verglichen zu werden: "Bei uns gilt: Sicherheit zuerst." Kamerastativ und Messstation könnten allzu leicht Blitze auf sich lenken — eine tödliche Gefahr. Direkt in einen Sturm würden die drei darum auch nicht fahren. Der beste "Fang" der Stormchaser war bisher wohl ein Foto des Sturmtiefs Olivia im vergangenen Jahr.

Das spektakulärste Bild machten die Sturmjägern zwischen Fischeln und Willich, als die Sturmfront langsam auf sie zu zog. Sie erwischten die Sturmwolke von ihrer Frontseite. Die Fotos und Videos, die die jungen Männer produzierten, dokumentieren ein beeindruckendes Naturschauspiel.

(hav)