Krefeld: Stolpersteine für Krefelder Opfer des Nazi-Regimes

Krefeld : Stolpersteine für Krefelder Opfer des Nazi-Regimes

Die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus soll nicht verblassen. Deshalb werden am kommenden Freitag im Stadtgebiet zahlreiche Stolpersteine verlegt, um auf das Schicksal der Verfolgten des Nazi-Regimes aufmerksam zu machen. Mit Unterstützung durch das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Krefeld und des Vereins Villa Merländer verlegt der Künstler Günther Demnig an unterschiedlichen Orten Steine mit Messingplatten, auf denen die Namen und Lebensdaten von Krefelder Opfern eingraviert sind.

Der Startschuss für die Aktion erfolgt am 2. Februar um 13.30 Uhr. Interessierte sind dazu eingeladen, an der Verlegung der Stolpersteine teilzunehmen. Ausgangspunkt ist die Lewerenzstraße 55, wo mit vier Steinen an die Familie Heinemann erinnert wird. Weiter geht es zum Preußen Ring 13. Zur Adresse haben Schüler des Ricarda-Huch-Gymnasiums die Geschichte einer ehemaligen Schülerin der Schule aus der Familie Zanders erarbeitet. Die nächste Station ist an der Steinstraße 121 (früher 117). Dort lebte die Familie Ems mit drei Personen. Mitglieder des Arndt-Gymnasiums werden dabei sein. Von dort fährt der Künstler zur Hülser Straße 15, wo sich eine Hausgemeinschaft engagiert hat, dass an zwei Mitglieder der Familie Baruch erinnert wird. An der Königstraße 45 wird Peter Jöckens gedacht (wir berichteten über sein Schicksal). Danach geht es nach Bockum zum Haus an der Friedrich-Ebert-Straße 23. Dort werden fünf Steine für die Familie Meyer verlegt, deren Nachkommen die NS-Dokumentationstelle im Sommer besucht haben und Krefeld im Herbst wieder besuchen werden. Schüler des Fabritianums Uerdingen sind anwesend und erarbeiten später in der Villa Merländer die Familien- und Leidensgeschichte der Familie Meyer.

Mit-Organisatorin Sibylle Kühne-Franken hofft, dass viele die Gruppe begleiten werden. Wer Blumen niederlegen oder Kerzen anzünden oder ein Gebet sprechen möchte, dürfe dies selbstverständlich tun, denn wir möchten an jeder Station in kurzem Gedenken innehalten.

(sti)