Siemens-Werk in Krefeld Startschuss der ICE-Produktion für Russland

Krefeld · Am Montag kam Valentin Gapanovich, Vize-Präsident der Russischen Eisenbahn, ins Siemens-Werk nach Uerdingen und besichtigte die Produktionshalle.

 Valentin Gapanovich, Vize-Präsident der Russischen Eisenbahn RZD, setzt seine Unterschrift auf das gerade aufgesetzte Dach des neuen Wagens.

Valentin Gapanovich, Vize-Präsident der Russischen Eisenbahn RZD, setzt seine Unterschrift auf das gerade aufgesetzte Dach des neuen Wagens.

Foto: LAMMERTZ

Siemens hatte gestern in Uerdingen den roten Teppich ausgerollt. Zum Startschuss für die Produktion von acht weiteren Hochgeschwindigkeitszügen vom Typ Velaro RUS war Valentin Gapanovich, Vite-Präsident der Russischen Eisenbahn RZD, eingeflogen worden.

Zusammen mit dem Geschäftsführer der Siemens-Division Eisenbahn-Systeme, Jochen Eickholt, erlebte er das spektakuläre, millimetergenaue Aufsetzen des Daches auf den vormontierten ersten Triebwagen.

Die russische Bahngesellschaft hatte vor genau einem Jahr acht weitere Hochgeschwindigkeitszüge in Auftrag gegeben. Gleichzeitig übernimmt Siemens die Instandhaltung für die nächsten 30 Jahre.

Insgesamt ist das ein Auftragsvolumen von rund 600 Millionen Euro. Die Züge, die alle in Krefeld gebaut werden, werden ab Januar 2014 ausgeliefert und werden in Russland auf der Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Sankt Petersburg, Moskau und Noschni Nowgorod eingesetzt.

Durch den Nachfolgeauftrag wird die Kapazität der Hochgeschwindigkeitsflotte, die heute ausschließlich aus Zügen von Siemens besteht, verdoppelt. Die Züge sind für extreme Wetterbedingungen von minus 40 bis plus 40 Grad ausgelegt.

Die ersten acht Züge fahren bereits seit Ende 2009 auf dieser Strecke und haben 7 Millionen Passagiere befördert. Die Züge haben dabei eine Verfügbarkeit von 99 Prozent erzielt.

In den jetzt bestellten Zügen wird es zusätzlich zur Business-Klasse eine Premium-Klasse sowie eine besonders komfortable VIP-Lounge geben. Russland gilt als einer der expansivsten Bahnmärkte der nächsten Jahrzehnte.

Die RZD will weitere Hochgeschwindigkeitsstrecken bauen. Valentin Gapanovich sagte so auch in seiner kurzen Rede, "dies wird nicht die letzte Schweißnaht unserer Zusammenarbeit sein." Es gibt aber auch starke Bestrebungen, einen größeren Teil der Produktion in die Joint Venture Unternehmen in Russland zu verlagern.

(RP)
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