Krefeld: Stadtwerke lösen sich von Eon Ruhrgas

Krefeld: Stadtwerke lösen sich von Eon Ruhrgas

Noch beziehen die Stadtwerke Krefeld (SWK) ihr Erdgas fast ausschließlich von Deutschlands größtem Gasversorger Eon Ruhrgas. Der bezieht sein Gas zu einem Drittel aus Russland, ist durch langfristige Lieferverträge mit dem russischen Gaslieferanten Gazprom an einen hohen Lieferpreis gebunden.

Die Verträge mit den Russen laufen zum Teil bis 2036. Daneben bezieht Eon Ruhrgas Gas aus Norwegen und von der niederländischen Gas-unie.

Bereits im Winter nächsten Jahres wollen die SWK ihre Lieferverträge mit Eon gelockert haben und sich vermehrt auf den so genannten Spot Markets mit Gas versorgen. Dort gilt keine Ölpreis-Bindung, werden die Gaspreise derzeit 20 bis 25 Prozent unter den langfristigen Gazprom-Lieferpreisen gehandelt, allerdings reagieren die Spot Markets auch stärker auf aktuellen Entwicklungen.

Denkbar ist auch, dass die SWK künftig ihr Erdgas von US-amerikanischen oder kanadischen Anbietern beziehen. Das kündigte SWK-Vorstand Carsten Liedtke gestern an. Dabei könne es sich auch um Erdgas aus Schiefergestein handeln. In den USA wird die Hälfte des Erdgases mit der umstrittenen Fracking-Methode aus Schiefergestein gewonnen.

(RP)