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Krefeld: Stadtmarkt: Ärger um Gestank von McDonald's

Krefeld : Stadtmarkt: Ärger um Gestank von McDonald's

Immer wieder rümpfen Passanten und Besucher am Krefelder Stadtmarkt wegen beißenden Gestanks die Nase. McDonald's räumt ein, dass es Probleme mit Dichtungen am Fettabscheider gibt. Der Stadtmarkt sagt, man sei "im Dialog".

Passanten und Besucher der Gastronomiebetriebe auf dem Krefelder Stadtmarkt kennen den Geruch: Ein beißender Gestank von altem Fett. Nicht selten kommt es vor, dass die Speisenden die Nase rümpfen müssen. Insbesondere die Kunden des Imbiss "Konvivium" und des chinesischen Imbiss "Peking Garden Express" werden durch den Geruch im Essensgenuss beeinträchtigt. Der Verursacher ist laut Tim Peerenboom, erster Vorsitzender des Vereins Stadtmarkt, ausgemacht: die McDonald's-Filiale an der Rheinstraße. Der Hinterausgang der Filiale liegt genau am Stadtmarkt. "Wir haben das Problem erkannt. Wir versuchen das im Dialog zu klären. Ich möchte, dass da was passiert", sagt Stadtmarkt-Chef Tim Peerenboom, der auch Inhaber des Floristikbetriebes "Narziss und Goldmund" ist.

Peerenboom hat bereits mehrfach mit dem Betreiber des McDonald's, der Schnellrestaurant Meyer GmbH, gesprochen. Geschäftsführer Bernhard Meyer ist Franchise-nehmer von McDonald's für Filialen in Krefeld, Kempen, Willich, Kaarst und Tönisvorst. Er hat sein Büro direkt über der McDonald's-Filiale Rheinstraße und räumte gestern auf Anfrage ein: "Ja, es gibt Probleme mit dem Fettabscheider mit den Dichtungen. Wir werden das Problem beheben."

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Die Stadt teilte auf Anfrage mit, dass an sie wegen der Geruchsbelästigung noch keine Beschwerden herangetragen worden sind, allerdings die Situation im Bereich des Stadtmarktes jetzt geprüft werde.

Stadtmarkt-Chef Tim Peerenboom hatte zunächst vermutet, dass die Mülltonnen von McDonald's das Problem für den Gestank sind. Laut Peerenboom ist es ein Problem aller Gastronomiebetriebe rund um das Behnisch-Haus, dass der städtische Entsorger GSAK keine konkrete Uhrzeit für die Entsorgung nennen kann. "McDonald's hat im Prinzip das gleiche Problem wie alle Gastronomiebetriebe um den Stadtmarkt. Wir würden uns wünschen, dass der Müll möglichst früh abgeholt wird, aber so, dass ihn ein Mitarbeiter rausstellen kann." In Kürze soll es laut Peerenboom einen neuen Gesprächstermin mit der GSAK geben, um das Problem zu besprechen. Peerenboom sagt: "Bei 35 Grad in der Sonne fangen eben auch Speisereste an zu arbeiten."

Holger Funke, Fuhrparkleiter der GSAK, erklärte auf Anfrage, dass man um Pünktlichkeit bemüht sei. "Die Filiale von McDonald's an der Rheinstraße verfügt über einen satzungsgemäßen 1100-Liter-Restabfallcontainer, den unser Fahrzeug jeweils mittwochs, gegen 9 Uhr anfährt. Eine frühere Anfahrt ist insofern für uns nicht erfolgversprechend, da weitere in der Innenstadt befindliche Gefäße anderer Kunden zu einer früheren Zeit vor Eintreffen der Einzelhändler und/oder wegen der Ladenöffnungszeiten schlicht nicht erreichbar sind. Allerdings bemühen wir uns, nicht zuletzt wegen diverser innerstädtischer Bauaktivitäten, unser Zeitfenster grundsätzlich dergestalt anzupassen, dass wir direkt nach dem Berufsverkehr, aber noch vor Aufkommen des Kundenverkehrs mit der Innenstadt unseren Part abgeschlossen haben. Es mag da aus unterschiedlichen Gründen Ausnahmen geben, aber dies ist die Regel."

(RP)