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Textilgemälde der Krefelder Quilt-Künstlerin Claudia Pfeil hängt im Rathaus

Textilgemälde aus der Seidenstadt : Preisgekröntes Bild der Quilt-Künstlerin Claudia Pfeil hängt im Rathaus

Ein mehrfach preisgekröntes Textilgemälde der Krefelder Quilt-Künstlerin Claudia Pfeil hängt jetzt als Dauerleihgabe im Büro von Oberbürgermeister Frank Meyer.

(RP) Das farbenprächtige Bild mit dem Titel „Fractal“ stammt aus dem Jahr 2017 und war zuletzt vier Jahre lang auf verschiedenen Ausstellungen in den USA zu sehen, wo die Krefelderin große Popularität genießt. „Ich schätze die Arbeit von Claudia Pfeil sehr. Außerdem ist das Bild für mich auch ein perfekter Ausdruck für unsere textile Vergangenheit. So komme ich mit Gästen, die ich in meinem Büro empfange, schnell ins Gespräch über Samt und Seide und Krefelder Traditionen“, sagt Frank Meyer, der die Künstlerin im Deutschen Textilmuseum kennengelernt und sie in ihrem Atelier in der ehemaligen Brotfabrik Im Brahm besucht hat.

Das 2,15 mal 2,35 Meter große Gemälde ist nach Angaben der Künstlerin in rund 2500 Arbeitsstunden entstanden. Allein der Hintergrund besteht aus mehr als 2000 sogenannten „Patches“, verschiedenfarbigen, speziell zugeschnittenen Stoffstücken. Die Muster, die sich spiralförmig über die Oberfläche ziehen, sind ohne Maschinen aus freier Hand gestaltet. Mehr als 20.000 kleine Swarovski-Strass-Steine in verschiedenen Farben sind ebenfalls per Hand auf das Bild geklebt. „Die Muster wachsen vor meinem geistigen Auge, fast wie Visionen, denen ich nachgehe“, erzählt Pfeil und sagt weiter: „Ich freue mich sehr über diese Anerkennung in meiner Heimatstadt. Es ist ein schönes Gefühl, dass einer meiner Quilts nun im Amtszimmer des Oberbürgermeisters hängt.“

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In ihrer bisherigen Laufbahn war die Diplom-Textildesignerin zwar weltweit in der Quilt-Szene erfolgreich und gewann mehrere Auszeichnungen. Doch in Krefeld ist ihr Quilt-Studio mit Galerie lange ein Geheimtipp geblieben. Nach einer Ausbildung zur Schaufenstergestalterin war Claudia Pfeil Anfang der 1990er-Jahre für ihr Studium an der Hochschule Niederrhein nach Krefeld gezogen. Als Autodidaktin brachte sie sich das Quilten bei, gab Kurse und eröffnete 1997 ihr erstes Ladenlokal am Westwall. Parallel begann sie, an Quilt-Wettbewerben in den USA teilzunehmen und wurde mit ihren Kunstdecken als „Claudia from Germany“ in der Szene bekannt. Ihre Arbeiten sind auch an der Ritterstraße 183 zu sehen. 

www.claudiapfeil.de