Jugend im Landtag : Parlamentsmitglied für drei Tage

(RP) Auf Einladung der Krefelder Landtagsabgeordneten Ina Spanier-Oppermann (SPD) durften jetzt die Krefelder Jugendlichen Freya Kahlen und Larry Johannes Camara im Rahmen des zehnten Jugendlandtags in die Rolle eines Abgeordneten schlüpfen.

Dabei konnten sie durch Fraktions- und Ausschusssitzungen sowie Plenardebatten Eindrücke von der parlamentarischen Arbeit des Landtages gewinnen.

„Der Jugendlandtag ist ein tolles Projekt, das den Jugendlichen einen tieferen Einblick in unsere parlamentarische Arbeit bietet und die Beteiligung junger Menschen in die Politik fördern kann“, so lautet Ina Spanier-Oppermanns Meinung zum Jugendlandtag.

Die 16-Jährige Freya, kommt aus Hüls, besucht zurzeit die elfte Klasse der Maria-Montessori-Gesamtschule und hat bereits einige Kurse im Bereich Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen besucht. Der 17-jährige Larry besucht die zehnte Klasse der Gesamtschule in Uerdingen und hatte sich nach einem Landtagsbesuch mit seiner Schule und privatem politischen Engagement für den Jugendlandtag beworben. Die beiden Krefelder Jugendlichen zeigten sich nach den drei Tagen im Landesparlament begeistert und auch etwas erschöpft. „Es war wirklich viel Arbeit, aber auch eine tolle Erfahrung, die wir machen durften“, berichteten Freya und Larry abschließend.

Neben den Themen „Einführung einer allgemeinen Impfpflicht als Voraussetzung für einen Kita-Platz“ und „ÖPNV attraktiver machen“, gab es während der Plenardebatte eine Aktuelle Stunde zum Thema Verteilung von Flüchtlingen nach Seenotrettung. Im Anschluss wird ein Eilantrag zum Demonstrationsrecht während der Schulzeit beraten.

Nach Sachverständigenanhörungen und intensiven Debatten im Plenum, wurde den beiden Hauptanträgen „Allgemeine Impfpflicht in Kitas“ und „ÖPNV attraktiver machen“ mehrheitlich zugestimmt. Nach engagierter Diskussion über die Fridays for Future-Demonstrationen lehnte der Jugend-Landtag mit Mehrheit einen Eilantrag mit dem Titel „Demonstrationsrecht während der Schulzeit“ ab. Die realen Landtagsabgeordneten werden sich nach der Sommerpause mit den Beschlüssen des Jugendlandtages befassen und diese im Rahmen einer Plenarsitzung behandeln.

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