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Krefeld: Premiere für den Digitalen Mädchentag

Aus den Krefelder Jugendfreizeiteinrichtungen : Premiere für den Digitalen Mädchentag

Von einer Pandemie lassen sich Mädchen doch nicht abschrecken. Sie nutzen die Krise, um Neues zu entwickeln und zeigen, wie kreativ sei sind. So gab es in Krefeld in diesem Jahr erstmals einen Digitalen Mädchentag.

In diesem Jahr ist alles anders. Die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie waren auch im November deutlich zu spüren. Trotzdem sollte es einen tollen Tag mit vielen Mädchen aus mehreren Krefelder Jugendeinrichtungen geben. Nur so wie bisher – mit über 100 Mädchen in einer der Einrichtungen – das ging in diesem Jahr einfach nicht. Da der Arbeitskreis „Mädchen in Krefeld“ aber auf das alljährlich stattfindende Event auf keinen Fall verzichten wollte, entwickelten die Mitglieder eine Alternative und entschieden sich für ein sogenanntes Hybrid-Angebot: Das heißt, sie planten dezentrale und analoge Treffen in kleinen Gruppen innerhalb der vertrauten Einrichtung, vernetzten dann diese Gruppen online mit allen anderen über Videokonferenzen. So konnten die Hygienemaßnahmen gut eingehalten werden.

Viele Einrichtungen mussten dennoch absagen, auch da der eine oder andere Quarantänefall dazwischen kam. Mit dabei waren am Ende das Jugendzentrum Fischeln, die Marienburg, das Canapee und das Casablanca in Kooperation mit dem Kagawa.

Anfang November war es dann soweit: Im Casablanca trafen sich die Betreuer mit sieben Mädchen. In der ersten Videokonferenz konnten sie sehen, wer in den anderen Häusern mit dabei war. Danach sammelten sie Ideen für den Tag. Einziges Ziel: Spaß haben. Um den Mädchen der anderen Einrichtungen besser von den Erlebnissen berichten zu können, wurde ein kurzer Film über die Tätigkeiten gedreht. Die Mädchen im Casablanca entschieden sich unter anderem für drei Sketche, die sie „brillant schauspielerisch umsetzten“, wie die Betreuerinnen lobten. Und tatsächlich: Es machte allen jede Menge Spaß, trotz der Corona bedingten Einschränkungen wie das durchgehende Tragen der Mund-Nasen-Bedeckungen.

Am Ende wurden alle entstandenen Filme aus den vier Einrichtungen aneinander geschnitten und auf eine Plattform hochgeladen, so dass alle zeitgleich die Ergebnisse bestaunen konnten. Die Aktivitäten der Mädchen waren sehr unterschiedlich: Einige bastelten Adventskalender, andere buken Hundeleckerlies oder spielten. So wurde diese Premiere ein voller Erfolg, was sich in der letzten Videokonferenz des Tages bestätigte. Trotz so mancher technischer Schwierigkeiten hatte das Experiment allen gefallen.

„Es war sehr schön, in einer kleinen Gruppe einen tollen Tag verbracht zu haben und das auch noch mit vielen anderen teilen zu können“, sagt das Casablanca-Team und verspricht: „Sollte Corona noch länger unseren Alltag bestimmen, werden wir diese Aktionen mit Sicherheit wiederholen!“