Gemeinsam Gutes tun in Krefeld : Hospiz-Garten im neuen Gewand

Der Hospiz-Garten hat sich herausgeputzt. Nach rund einem Dreivierteljahr Arbeit ist der Garten am Blumenplatz komplett überarbeitet und bietet deutlich mehr Nutzungsmöglichkeiten.

„Wir haben ein Konzept von Lebenswelten im Garten geplant. Ein Teilbereich ist zudem jetzt fest überdacht“, beschreibt Hospiz-Leiter Alexander Henes die Neuerungen.

Bereits seit mehreren Jahren ist die Umgestaltung des Gartens im Gespräch. Im September 2019 dann war es endlich soweit, und die Arbeiten konnten beginnen. Auslöser für die Umgestaltung waren Schäden in der unterirdisch verlegten Garten-Elektrik und Unebenheiten in den gepflasterten Wegen, die es den Pflegern schwer machten, Rollatoren, Rollstühle oder Krankenbett  in den Garten zu schieben. Das war auch deswegen nicht weiter hinnehmbar, da der Garten bei den Bewohnern äußerst beliebt ist. Seit der Entstehung im Jahr 2005 finden Gäste und Angehörigen hier eine Grünoase zur Erholung und Entspannung.

Nach der Überarbeitung bietet der Garten jetzt deutlich mehr Nutzungsmöglichkeiten. „Hier hat sich auch wieder gezeigt, dass es viel Unterstützung aus der Krefelder Bürgerschaft und von Krefelder Unternehmen gab. Es ist uns gelungen, für mehrere Teilprojekte, das Garten-Mobiliar und die Ausstattung Unterstützung zu erhalten“, berichtet Roland Besser, Vorsitzender der Hospiz Stiftung Krefeld. So habe Volker Ingenhag von Elektro Kleinhütten mit sehr viel Engagement und zu günstigen Konditionen die elektrischen Einrichtungen im Garten neu angelegt, großzügig unterstützt von Holz Roeren. Architekt Martin Pastor spendete den großen Sonnenschirm, Alexander Krins drei blaue Schafe. Die Überdachung konnte dank einer Spende des Andrea Berg-Fanclubs Hennef finanziert werden: Alfred Heimermann hatte einen Teil des Spendenerlöses des Fan-Kalenders für die Anschaffung zur Verfügung gestellt. Auch der Lions Club Gelduba unterstützte das Projekt.

Landschaftsarchitekt Pieter Schwarze erklärt: „Der fast quadratische Innenhof hat jetzt ein kreisrundes Pflanzbeet als Mittelpunkt.“ Um dieses Pflanzbeet herum wurde ein radialer Weg angelegt, von dem die Wege-Anbindungen, Sitz- und Skulpturenplätze abgehen. In der nordöstlichen Ecke an der vorhandenen Klinkermauer wurde ein überdachter Sitzplatz erstellt. Im Bereich des Tores steht nun ein Wandbrunnen. Natürlich ist der neue Garten auch mit Rollator, Rollstuhl oder im Krankenbett zu nutzen. Unter anderem deswegen wurden die Flächen mit großformatigen, anthrazitfarbenen Betonsteinplatten befestigt. Die Randbereiche wurden mit Naturstein ausgepflastert. In den Randbereichen wurden artenreich bepflanzte Beete ausgespart.

Westlich an den Innenhof schließt sich der längliche „Garten der Erinnerung“ an. Im hinteren Bereich entstand ein quadratischer Platz mit einem Wasserspiel, das von Covestro gespendet wurde. Im Randbereich des Platzes wurden verschieden hohe Sockel aus Cortenstahl eingebaut. Die höheren Sockel können geöffnet werden: „Hier können wir die Gedenksteine an Gäste aufbewahren, die nicht von den Angehörigen abgeholt wurden. Das war mir sehr wichtig“, betont Henes. Im „Garten der Erinnerung“ stehen auch drei Hochbeete, die eine Spende des Unternehmens Outokumpu sind.

Viele der im Laufe der Jahre gespendeten Gartenobjekte, die Sonnenuhr oder die Holzbank, die Angehörige zur Erinnerung an einen Hospiz-Gast gestiftet hatten, wurden genauso erhalten wie viele Pflanzen. Sie waren im Herbst 2019 ausgegraben und über Winter gelagert worden. Im neuen Garten wurden unter anderem Rosen, Lavendel, Zaubernuss, Schnee-Heide, Magnolien, Azaleen, Schwertlilien und Strauchgeranien gepflanzt. Der große Schnurbaum sowie eine Hainbuchenhecke konnten erhalten bleiben. Die von Caco gestifteten Apfelbäume wurden umgepflanzt.