Krefeld: Fridays for Future-Gruppe macht Schluff-Trasse sauber

Fridays for Future : „Schluff-Clean-Up“: Jugendliche sammeln Müll ein

20 Säcke Müll und etliche Sperrmüll-Funde kamen beim „Schluff-Cleanup“ auf einem Teilabschnitt von 900 Metern zusammen. Die Aktion wird fortgesetzt.

(RP) Die Fridays for Future Ortsgruppe Krefeld hat sich jetzt  zum Clean-Up der Schluff-Strecke verabredet. Auch ein Politiker der Grünen war mit dabei. Gestartet sind rund 20 Teilnehmer im Regen beim Edeka Einkaufszentrum an der Gutenbergstraße. Schon dort wartete so viel Müll, dass an dieser Kreuzung bereits acht volle, schwere Müllsäcke und große Müllgegenstände wie Gartenstühle und Lattenroste zurücklassen mussten, die nicht die weitere Strecke mitgenommen werden konnten.

Von Verpackungsmüll über alte Schuhe, Glasflaschen, Zeitungen, Mayonaise-Eimer und Gartenstühle war alles dabei. Nachhaltigen Eindruck hat insbesondere auch das alte Verpackungsplastik gemacht, das durch Witterung und Sonne so spröde und brüchig geworden war, dass es in winzig kleinen Teilen auf und in der Erde lag und schlecht aufzusammeln war. Je niedriger die Zäune und je geringer die Entfernung zu Bahnübergängen, desto mehr Müll lag auf dem Boden, stellten die Sammler fest. „Die Mentalität ‚Nach mir die Sintflut’ macht  nachdenklich und traurig“, berichtet Björna Althoff.

Obwohl der Sammeltrupp in mehrere Gruppen aufgeteilt war, konnte das ursprünglich geplante Ziel Schluffstrecke Höhe Einrichtungshaus Knuffmann innerhalb von zwei Stunden nicht erreicht werden – weil es schlicht zu viel Müll war. Eine Fortsetzung für die nächsten Streckenabschnitte wird deshalb jetzt geplant. Nachdem der GSAK-Laster die auf dem Weg an Kreuzungen zurückgelassenen Säcke eingesammelt hatte, wurden alle weiteren vor dem Amtsgericht aufgeladen. Zusammen waren es gut 20 volle Müllsäcke plus Sperrmüll, gesammelt auf nur 900 Metern.

Am Endpunkt der Sammlung wartete Verpflegung für alle Sammler von Foodsharing Krefeld: Vor dem Müll gerettete Lebensmittel wie Brötchen, Kuchen, Obst.

Fazit von Rebecca Vollmar, 17Jahre, Schülerin und Fridays for Future - Aktivistin: „Noch viel krasser als der Müll hier sind die Treibhausgase, mit denen die Atmosphäre zugemüllt wird und die zur Erderhitzung führen. Die sind zwar unsichtbar, aber die können wir nicht einfach so einsammeln wie den Müll hier“.

Ansprechpartner: Annika Kirchner (01783422157) und Björna Althoff (01779645416), krefeld@fridaysforfuture.de

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