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Krefeld: Das Labor im Gymnasium Fabritianum ist eröffnet

Gymnasium Fabritianum in Krefeld : Im FabritzLAB werden Nachwuchs-Forscher aktiv

Modern, hell und freundlich: In angenehmer Atmosphäre können Schüler aus ganz Krefeld ab sofort forschen und experimentieren. Das FabritzLAB will Kooperationen fördern und Interesse an MINT-Fächern wecken.

Nun ist es da, das FabritzLAB, ein offenes zdi-Schülerlabor mit MINT-Themenschwerpunkten sowie Nachhaltigkeits- und IT-Bezug am Gymnasium Fabritianum. Mit dem FabritzLAB wird das Interesse an MINT-Aspekten geweckt, naturwissenschaftliche Talente werden adäquat gefördert. Der ehemalige Chemiesammlungsraum dient dabei nach umfangreichen Umbauarbeiten als fachübergreifender Lernort, welcher, ausgestattet mit einem digital gesteuerten Zugang, unabhängig vom Schulbetrieb genutzt werden soll.

 Nils Hollaender arbeitet an einem 3D-Drucker im neuen FabritzLAB, das auch anderen Schulen und Einrichtungen offen steht.
Nils Hollaender arbeitet an einem 3D-Drucker im neuen FabritzLAB, das auch anderen Schulen und Einrichtungen offen steht. Foto: Fabritianum

Eine Woche nach der offiziellen Eröffnung arbeiten Schülerinnen und Schüler aus Krefelder Grundschulen als erste im FabritzLAB. Die Viertklässler erleben, betreut von Oberstufenschülerinnen und -schülern, einen ersten Einblick in Chemie im Alltag zum Thema „Rund um die Zitrone“. Ziel des Projekts ist es, bei den teilnehmenden Viertklässlerinnen und Viertklässlern Spaß und Interesse für naturwissenschaftliche Fragen zu wecken. Das Gymnasium Fabritianum ist teutolab-Standortschule in der Stadt Krefeld in Kooperation mit der Universität Bielefeld.

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Mit dem Besuch der Grundschülerinnen und Grundschüler hat die Kooperation begonnen, die schon Oberbürgermeister Frank Meyer betont hatte. Er bezeichnete im Rahmen der Eröffnung das FabritzLAB als „Gewinn für Krefelds Bildungslandschaft“. Die konsequent gedachte Vernetzung führt zu Kooperationen mit allgemeinbildenden Schulen des Stadtgebiets, lokalen (chemischen) Unternehmen wie auch der Hochschule Niederrhein und schafft damit eine breite Öffentlichkeit. Darüber hinaus fördert das Projekt die Integration (Förderschule) und Begegnung (Bürgerverein Uerdingen) mit dem Ziel einer lebendigen und guten Nachbarschaft. Das am linken Niederrhein bisher einmalige Projekt wird ermöglicht durch das Engagement der lokalen Unternehmen Covestro, Henkel und Lanxess, der Stadt Krefeld, des Fördervereins des Gymnasiums Fabritianum wie auch durch das Land Nordrhein-Westfalen unter Einsatz von Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). 

Und was machen Schülerinnen und Schüler konkret in ihrem neuen Labor? Jakob hat einen Aufsatz für Schuhe entwickelt, der sehbehinderten Menschen ein akustisches Signal gibt, wenn sie an Hindernisse stoßen. Wiebke und Dana betonen, dass die Gecko-Schlüsselanhänger in Fabritz-Farben, die die 3D-Drucker für alle Gäste als Mitbringsel produzieren, aus Maisstärke gefertigt sind – ein Beitrag zur Nachhaltigkeit.

„Es ist schön zu sehen, was schulisches und unternehmerisches Engagement gemeinsam erreichen kann. Das neue FabritzLAB ist bestens geeignet, jungen Menschen wichtiges Grundlagenwissen zu vermitteln und sie damit optimal auf das spätere Berufsleben vorzubereiten“, sagt Nina Hasenkamp, Leiterin der LANXESS Bildungsinitiative.

„Das FabritzLAB ist richtig toll geworden! Hier haben die Schülerinnen und Schüler wirklich hervorragende Bedingungen, um experimentieren und forschen zu können. So machen Naturwissenschaften Spaß und wecken Interesse für MINT-Fächer“, betont Ute Müller-Eisen, Leiterin NRW-Politik beim Krefelder Werkstoffhersteller Covestro. „Zudem gefällt uns der konzeptionelle Ansatz, das FabritzLAB multifunktional zu nutzen und für die Krefelder Stadtgemeinschaft zu öffnen.“

Und Ute Zöllner, stellvertretende Schulleiterin, erklärt: „Das herausragende Engagement der Schule und aller Kooperationspartnerinnen und -partner hat etwas ganz Besonderes geschaffen. Im neuen Labor können sich unsere Jungforscherinnen und Jungforscher nach Herzenslust austoben und ganz individuell ihre Ideen verwirklichen, auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten der Schule.“ Die Schüler sind sich ebenfalls einig: Das LAB ist toll!